War kurz nach den Bürgerentscheiden zum Hallenbad am 20. Oktober keine Stellungnahme seitens des Vereins Bürgerbad Münnerstadt zu bekommen, so haben sich die Vorstandsmitglieder zehn Tage danach doch noch in einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet.

Sie danken allen, die sich für den Erhalt des Hallenbades ausgesprochen haben und nehmen das Ergebnis mit Enttäuschung zur Kenntnis. "Die basisdemokratische Entscheidung ist selbstverständlich zu akzeptieren", so die Vorstandsmitglieder. Sie verweisen auf das knappe Ergebnis von 57 Stimmen Unterschied bei der Stichfrage.

Das Ratsbegehren sei unnötig gewesen, meinen die Vorstandsmitglieder und gehen auf nach ihrer Meinung verwirrende Fragestellung ein. Auch die durch das Ratsbegehren verursachte Stichfrage sei verwirrend gewesen.

"Den Verantwortlichen muss bewusst sein, dass sie mit der Durchsetzung des Abrisses der Hälfte der Bevölkerung gegen das Schienbein treten", schreiben sie. "Es wäre schön, wenn man nun versuchen würde Kompromisse zu finden." Es reiche nicht, nur davon zu reden, dass man Gräben zuschütten wolle. "Man sollte auch danach handeln." Wie schon in den ganzen letzten Jahren stehe der Bürgerbadverein bereit, mit den politisch Verantwortlichen zusammen tragbare und vernünftige Lösungen zu finden.