Die Forstbetriebsplanung für das laufende Jahr und der Jahresabschluss 2022 standen im Fokus der Gemeinderatssitzung. Förster Rainer Bräunig wartete hier mit Daten und Fakten auf, die nicht immer auf freudige Resonanz trafen, was großenteils dem heißen Sommer geschuldet ist.

Einschlag niedriger

Immerhin wies das Betriebsergebnis des verflossenen Jahres stattliche 101.000 Euro für den Gemeindesäckel aus, was heuer nur schwerlich zu erreichen sein wird, zumal der vorgesehene Einschlag von 3600 Festmeter um 2200 Festmeter niedriger liegt als der Holzeinschlag im Vorjahr. Rund 13.000 Pflanzen will Bräunig ausbringen lassen, denn die Hälfte der im Vorjahr verbrachten 6000 Pflanzen sind vertrocknet. Die weitere Planung sieht Einzelschutz für 2500 Jungpflanzen, Ausgrasen auf acht Hektar und Bestandspflege auf 25 Hektar vor.

Eine Mahnung Bräunigs galt dem unter Marktpreis verkauften Holz, das durch seinen Dumpingpreis Abnehmer von außen herbeilockt, die die Gemeinde nicht haben möchte. Ob „Gefälligkeit“ oder „Beziehung“, eigenes Holz sollte nicht weiterverkauft werden. „Ihr zieht Leute mit Billigpreisen rein, die selbst das Holz zum Marktpreis weiterverkaufen und daran noch verdienen“, warnte der Forstmann.

Bräunig informierte im Detail auch über das Förderprogramm „klima-angepasstes Waldmanagement“. Um die Fördersumme von ca. 60.000 Euro jährlich zu erhalten sind zwölf Kriterien zu erfüllen. Unter anderem ist eine Doppelförderung dann nicht mehr möglich, beispielsweise bei Biotop-Bäumen. Außerdem wird eine mehr als doppelt so große Fläche wie bisher aus der Bewirtschaftung herausgenommen, deren Holzverkauf fehlt. Die Vorgaben werden kontrolliert. „Man zieht sich hier eine enge Weste an“, urteilte der Förster, nachdem er auf alle Vor- und Nachteile hingewiesen hatte. Das Ratsgremium lehnte das Förderprogramm ab. Die Forstbetriebsplanung 2023 hingegen passierte ohne Einwände und mit Applaus für Bräunigs Arbeit.

Klimaschutznetzwerk

Einmütig sprach sich das Gremium für die Teilnahme am Klimaschutz-Netzwerk „Main-Rhön“ aus. Der Fuchsstädter Gemeinderat hatte sich bereits im vorigen Oktober für die Teilnahme ausgesprochen, doch bedurfte es aus fördertechnischen Gründen noch eines formalen Beschlusses. Seine „grundsätzliche Bereitschaft“ signalisierte der Rat für das gemeinsame Engagement zur Beteiligung an der Energie-Wende im Landkreis.

Kämmerer Andreas Mützel informierte über die Umlagebescheide der Verwaltungsgemeinschaft (VG) und des Schulverbands Elfershausen-Langendorf. An der Verwaltungskostenumlage ist Fuchsstadt , gemessen an der Einwohnerzahl, mit rund 360.000 Euro beteiligt, Für die Investitionskostenumlage ergibt sich eine Summe von gut 24.000 Euro . Der Schulverbandsumlagebescheid lautet im laufenden Haushaltjahr auf rund 136.000 Euro für 82 Schüler aus der Gemeinde. Beide Bescheide passierten ohne Gegenstimme.