Mit dem Fahrrad zur Arbeit – dazu rufen die Krankenkassen jedes Jahr auf. Laboklin führte dieses Jahr eine Aktion auf eigene Faust durch. Dabei sollten gleich drei Effekte erzielt werden: Radeln fördert die Gesundheit, die entstehende Ruhepause für das Auto ist nachhaltiger und eine Spende pro erradeltem Kilometer durch die Geschäftsleitung kommt einem guten Zweck zugute. In diesem Jahr wurden 1241 Kilometer zur Arbeit in der Aktionszeit erradelt, wie das Unternehmen der Presse selbst mitteilt. Bei einer Spende von einem Euro pro Kilometer kamen insgesamt also 1241 Euro zustande.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Labors stimmten über den Verwendungszweck ab: Eine große Mehrheit entschied sich für das Projekt Tollwutimpfung der Organisation „ Tierärzte ohne Grenzen“.

Tollwut ist bei uns in Deutschland eigentlich kein Thema mehr, so erfolgreich sind die Impfaktionen bei uns und in den angrenzenden Ländern gewesen, heißt es in der Pressemitteilung von Laboklin. Weltweit sterbe aber nach wie vor alle neun Minuten ein Mensch an Tollwut. Lediglich eine zeitnah nach der Infektion durchgeführte Impfung kann noch vor dem tödlichen Ausgang retten. In vier von zehn Todesfällen seien Kinder betroffen, die in 99 Prozent der Fälle von einem mit Tollwut infizierten Hund gebissen wurden.

Deshalb setze sich das tiermedizinische Labor Laboklin für die Tollwutimpfung von Hunden ein, heißt es. Denn das sei der effektivste Weg, Tollwut beim Menschen zu verhindern. Man schätze, dass 70 Prozent der Hunde geimpft sein sollten, um den Infektionsweg zu unterbrechen. Dazu würden zum Beispiel für freilaufende Hunde in Wohngebieten Köder mit Impfstoff ausgelegt. Tierärzte ohne Grenzen engagiere sich ehrenamtlich. 95 Prozent der gemeldeten Fälle von Tollwut treten in Asien und Afrika auf. Aktuelle Daten zeigten, dass die Tollwut bei Wild- und Haustieren nach wie vor ein Problem in Weißrussland, der Republik Moldau, der Ukraine und der russischen Föderation ist. red