Was geschieht eigentlich mit einem Objekt, sobald es in die Sammlung eines Museums aufgenommen wird? Und wo lagern all jene Schätze, die nicht in der Dauerausstellung zu sehen sind? – Antworten auf diese Fragen erhielten am Samstag, 22. November, insgesamt 20 Gäste des Vereins „Freunde und Förderer der Museen Schloss Aschach e.V.“ bei einer besonderen Depotführung. Gleichzeitig nutzten die Vereinsmitglieder die Gelegenheit, ihr 100. Mitglied feierlich zu begrüßen.
Die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen Schloss Aschach, Celia Maurer, führte die Besucherinnen und Besucher durch das sonst nicht zugängliche Museumsdepot unterhalb des Schlosses. Untergebracht ist es in der historischen Schlossmühle, die nach umfangreicher Sanierung 2006 zu einem modernen, klimatisierten Lagerort für die Sammlungsbestände umgestaltet wurde.
Heute beherbergt das Depot über 50.000 Objekte, von ostasiatischen Porzellanen der gräflichen Familie von Luxburg über eine vielfältige Textilsammlung mit unterfränkischen Trachten bis hin zu Werbematerialien aus ehemaligen Tante-Emma-Läden. Die Schätze des Schulmuseums wie Schiefertafeln, Tintenfässer, Landkarten und so weite wirken wie ein kleines Zeitfenster, durch das man einen Moment lang wieder Schüler sein darf.
Viele der Gäste zeigten sich erstaunt über die Bandbreite der verborgenen Schätze, die weit über das hinausgeht, was in den Ausstellungsräumen sichtbar ist.
Während der einstündigen Führung erklärte die wissenschaftliche Mitarbeiterin, wie neu eintreffende Objekte dokumentiert, konservatorisch bewertet und eingelagert werden. Außerdem gab sie Einblicke in die Herausforderungen der Depotarbeit, vom richtigen Verpacken empfindlicher Materialien bis hin zur digitalen Inventarisierung. Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer die Ausführungen und nutzten die Gelegenheit zu zahlreichen Fragen. Die positive Resonanz zeigte, wie spannend ein Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit sein kann.
Für den Verein war die Veranstaltung zudem ein besonderer Tag: Mit der offiziellen Begrüßung des 100. Mitglieds, Marion Albert-Schneider, wurde bei einem gemütlichen Beisammensein in der Gaststätte des Museums ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte erreicht.
BarbaraSchultze,