Mit Talent gewinnt man Spiele, mit Zusammenarbeit Meisterschaften . Was Michael Jordan über den Erfolg beim Basketball sagte, dürfte auch für den Klimaschutz gelten. Deswegen arbeiten derzeit mehr als fünfzig Kommunen aus Unterfranken an der Gründung eines „Klimaschutz-Netzwerks Main-Rhön“.

Am vergangenen Dienstag hat auch der Bezirkstag von Unterfranken beschlossen, sich an dem Verbund zu beteiligen. Fachlich betreut durch das Institut für Energietechnik (IfE) der Hochschule Amberg-Weiden , treffen sich die Teilnehmer vierteljährlich zum Erfahrungsaustausch. Unabhängig davon können sich die jeweiligen Kommunen auf Wunsch auch ganz individuell von den Experten der Hochschule beraten lassen. Ergebnis solcher Konsultationen könnten beispielsweise Machbarkeitsstudien, Wirtschaftlichkeitsberechnungen oder Ökobilanzen sein. Einzige Voraussetzung ist, dass die jeweiligen Projekte darauf abzielen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Laut dem Klimaschutzmanager des Bezirks, Viktor Antlitz, der das Konzept den Bezirkstagsmitgliedern vorstellte, habe das Netzwerk nicht zuletzt den Hintergrund, dass einzelne Kommunen bei der Umsetzung der Energiewende rasch überfordert wären. Außerdem erhofften sich die Teilnehmer an dem Zusammenschluss mehr öffentliche Aufmerksamkeit.

Wie Antlitz sagte, würden die Ausgaben für die Quartalstreffen und die fachlichen Expertisen während der dreijährigen Laufzeit des Klimaschutz-Netzwerks über die Kommunalrichtlinie mit siebzig Prozent gefördert. Abzüglich dieser Förderung belaufe sich der jährliche Eigenanteil für die Netzwerktreffen auf rund 1000 Euro. Die Kosten für die fachlichen Beratungen hingen allerdings vom tatsächlichen Beratungsumfang ab, betonte Antlitz. mm