In der Lufthansa-Flotte wird es in naher Zukunft wieder eine Maschine mit dem Taufnamen "Bad Kissingen" geben. Im Internet ist ein Foto eines noch unvollständigen Airbus A320neo aufgetaucht, der über das Airbus-Werksgelände in Hamburg-Finkenwerder geschleppt wird - auf dem Rumpf ist "Bad Kissingen" bereits zu lesen.

Die künftige "Bad Kissingen" trägt im Moment noch ein Testkennzeichen, vorgesehen ist aber der Betrieb als D-AIJA. Dementsprechend dürfte das Flugzeug auch häufig als "Juliett Alfa" bezeichnet werden (die letzten beiden Buchstaben des Kennzeichens nach dem Fliegeralphabet). Bislang nannten gute Quellen einen Auslieferungstermin Ende Mai, doch ob es dabei blieb, war angesichts der Coronakrise fraglich.

"Bad Kissingen" hieß zuvor eine Boeing 737-300 mit dem Kennzeichen D-ABEH, die im August 1991 ausgeliefert und im Oktober 2016 als eine der letzten dieses Typs ausgemustert wurde. Seitdem befand sich der Taufname quasi im zwischenzeitlichen "Ruhestand".

Nach einigen Jahren der Zurückhaltung sind Taufnamen bei der Lufthansa seit der Einführung der neuen Lackierung 2018 wieder fester Bestandteil bei allen Neuauslieferungen, zudem werden nach und nach die "Namenslücken" in der Flotte gefüllt, die zum Teil schon seit vielen Jahren bestehen.

Zur "Unterfranken-Fraktion" in der Flotte zählen bislang der Airbus A321-100 "Würzburg" und die beiden Airbus A319-100 "Aschaffenburg" und "Schweinfurt" - sie alle sind aber seit März wie der Großteil der Konzern-Flotte auf verschiedenen Flughäfen geparkt.