Umweltbewusstsein bewiesen die Baur-Auszubildenden sowie Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums von Burgkunstadt. Sie erfüllten ihre Bachpatenschaft wieder einmal mit Leben, indem sie eine große Gewässerreinigung durchführten.
Bewaldete Bergkuppen, prägende Felspartien und kristallklare Bäche, sie verleihen der Region am Obermain ihre besondere Prägung. Nicht von ungefähr wird diese Landschaft bei vielen Urlaubsgästen, insbesondere den Radfahrern und Wanderern, immer mehr geschätzt. Allerdings erfordert es auch entsprechende Anstrengungen, damit dies weiterhin so bleiben kann. Schon vor langem haben sich deshalb Mädchen und Jungen der Firma Baur entschieden, ihr besonderes Augenmerk auf die Weismain zu richten und deshalb die "Bachpatenschaft" für dieses Gewässer übernommen. Regelmäßig treffen sich daher die Baur-Auzubis, um diese Patenschaft von Neuem zu verwirklichen.
Nachdem es bei Baur mit dem Gymnasium von Burgkunstadt ebenfalls eine gute Zusammenarbeit in vielen Projekten gibt, kamen auch zwölf Schülerinnen und Schüler mit ihrem Lehrer Andreas Schmitt hinzu, der es als eine gute Gelegenheit empfand, beispielsweise praktische Erfahrungen auf dem Gebiet der Gewässerökologie zu gewinnen.
Viele Unbeteiligte staunten daher nicht schlecht, als eine ganze Mannschaft mit über fünfzig Baur-Auszubildenden, die auch vom Ausbildungsleiter Max-Josef Weismeier begleitet wurden, "bewaffnet" mit Greifzangen, Spießen, Keschern, Gummistiefeln, langen Gummihosen, Sicherheitswesten und jeder Menge Plastiksäcken in Weismain und Altenkunstadt ausschwärmte. Schon nach kurzer Zeit wurde dabei deutlich, dass der sorgsame Umgang mit der anvertrauten Umwelt nicht besser geworden war. Flaschen, obwohl es häufig hierfür in jedem Supermarkt sogar eine Pfandrückgabe gibt, Einweggetränkebecher, alte Kühlschrankteile, Styropor, Abwasserrohre, Begrenzungspfähle, Baustellenabsperrungen und in schöner Regelmäßigkeit sogar Autoreifen, alles war wieder dabei.
Große und schwergewichtigere Sachen wurden dabei von einigen Baur-Mitarbeitern, die die Jugendlichen unterstützten, gleich in bereitstehende Fahrzeuge geladen und auf dem Firmengelände entsorgt. Obwohl es jede Menge Wertstoffhöfe und regelmäßige Müll- und Sondermüllentsorgungen gibt, zeigte sich mit zunehmender Dauer der Bachreinigung, dass der Abfall nicht weniger geworden war, sondern sogar wieder zugenommen hatte und deshalb diese Aktion dringend vonnöten war.
Als nach einige Stunden im Schul- und Sportzentrum von Altenkunstadt Bilanz gezogen wurde, zeigte sich der Erfolg der gemeinsamen Bemühungen: 28 Müllsäcke waren gefüllt. Ein Beweis dafür, dass das Umweltbewusstsein bei vielen immer noch nicht den entsprechenden Stellenwert erlangt hat. Verständlich deshalb auch die Feststellung des Baur-Ausbildungsleiters Max-Josef Weismeier: "Die Bachreinigung war diesmal richtig anstrengend." Dieter Radziej