Das Friedensmuseum in Meeder hatte am Samstagabend eine Gruppe Coburger Autoren zu einer Lesung gegen rechts eingeladen. Bereits zum vierten Mal lasen die Schriftsteller eigene Texte, um ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus, gegen ausländerfeindliche Tendenzen und Parolen zu setzen - auch anlässlich des symbolträchtigen Datums und des Gedenkens an die Reichspogromnacht. Die Lesung war gut besucht und wurde mit großem Interesse verfolgt, als Heidi Fischer, Christian Göller, Manfred Kern und Isa Firsching ihre Texte vortrugen. Es wurde Lustiges, Satirisches und Ernstes unterhaltsam und abwechslungsreich vorgetragen; Gedichte, Kurzgeschichten und Romanauszüge wechselten sich ab. Dazwischen spielte Harald Demez auf der Gitarre und sang Lieder gegen den Krieg.

Die Autoren konnten sich über Spendengelder freuen, die zu gleichen Teilen an Exit-Deutschland (Organisation, die Hilfe beim Ausstieg aus der rechtsextremen Szene bietet) und B.U.D. (Beratung, Unterstützung, Dokumentation - eine Hilfsorganisation für Opfer rechtsextremer Gewalt) gehen.

Nachdem die Lesungen regen Zuspruch beim Publikum finden, will der Kreis lokaler Schriftsteller sein Engagement fortsetzen und in Zukunft immer wieder in wechselnder Besetzung Flagge zeigen, heißt es in einer Mitteilung. Am Freitag, 15. November, findet um 19 Uhr die nächste Lesung in der Nikolauskirche in Weitramsdorf statt. red