Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer hat in der Nacht zum Mittwoch gegen 3.30 Uhr der Polizei mitgeteilt, dass auf der A 3 etwa 2,5 Kilometer vor der Rastanlage Steigerwald-Nord die Mittelschutzplanke so stark verschoben wurde, dass eine Fahrspur in Richtung Regensburg nicht mehr befahrbar war. Ein möglicher Verursacher war nicht mehr vor Ort.

Im Rahmen der Fahndung stieß eine Streife der Verkehrspolizei Erlangen über eine halbe Stunde später auf der Rastanlage auf einen VW Golf mit deutlichen Unfallschäden. Neben dem Fahrzeug stand eine 33-Jährige aus Südbayern und telefonierte gerade mit ihrem Vater.

Drei Kollisionen

Den ersten Ermittlungen nach geriet die Fahrerin in Fahrtrichtung Würzburg mit ihrem Auto im Baustellenbereich zunächst nach rechts auf das Bankett. Dann prallte sie insgesamt dreimal in die provisorische Mittelschutzplanke und schob diese auf 100 Metern Länge auf die Gegenfahrbahn. Ohne sich um die Unfallfolgen zu kümmern oder die Polizei zu verständigen, fuhr sie einfach weiter.

Bis zur Reparatur durch die Autobahnmeisterei musste ein Fahrstreifen in Fahrtrichtung Regensburg gesperrt werden. Gegen die Unfallverursacherin wurde ein Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet. Zu klären ist laut Pressebericht der Verkehrspolizei auch noch die Frage, warum sie trotz der nächtlichen Ausgangssperre unterwegs war. pol