Kreis Forchheim — Von den rund 1580 Auszubildenden im Kreis Forchheim verdienen die 39 Azubis in der Baubranche am besten. Das geht aus einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (Bibb) hervor. Dabei wurden bundesweit die tariflichen Ausbildungsvergütungen in den gängigsten Berufen ausgewertet, teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) mit.
Demnach bekommen vom Maurer bis zum Straßenbauer alle Bau-Azubis während ihrer dreijährigen Ausbildung im Schnitt 1030 Euro pro Monat. Azubis auf dem Bau seien aber nicht nur beim Lohn ganz vorn, so der Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberfranken. "Sie haben auch besondere Vorteile bei der Altersvorsorge", betont Nicklas. Denn auf dem Bau gebe es eine tarifliche Zusatzrente.
Außerdem seien die Chancen nach der Ausbildung gut, die Karriereleiter hochzuklettern, so der Gewerkschafter. "Der Maurer kann es über die Aufstiegsfortbildung bis zum Geprüften Polier bringen."
Zum 1. Juni steigen die Vergütungen der Auszubildenden am Bau um 2,8 Prozent auf 708 Euro im ersten Lehrjahr, 1088 Euro im zweiten und 1374 Euro im dritten Lehrjahr. Zum Vergleich: Ein angehender Verkäufer verdient während seiner Ausbildung im Schnitt 755 Euro pro Monat. Der bundesweite Durchschnitt bei den Ausbildungsvergütungen liegt laut Bibb bei 795 Euro. Mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel sei der Bedarf an Nachwuchs groß: "Auf dem Bau ist Qualität ein Muss. Auch im Kreis Forchheim brauchen wir mehr junge Leute für den Bau."