"So a Zirkus" lautet das Motto des Weiberfaschings am "Schmutzigen Donnerstag" (4. Februar) in der Angerturnhalle. Das Motto lässt Raum für die verrücktesten Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn Frauen ohne Männer Fasching feiern, dann sind sie nicht wiederzuer-kennen. Das zeigte sich jedes Mal in den zurückliegenden Jahren beim "Weiberfasching".


Nicht ganz jugendfrei

Nicht nur, dass das ehrwürdige Gebäude unter dem Andrang der Damenwelt fast zu bersten droht, auch was die Stimmung anbelangt, scheint das gesamte "Weibervolk" jedes Jahr nur darauf gewartet zu haben, sich endlich einmal so richtig austoben zu können. Vielleicht liegt das ja daran, dass zum Weiberfasching keine Männer zugelassen sind, zumindest im ersten nicht ganz jugendfreien Teil der Veranstaltung. "Denn die Mannsbilder stehen ohnehin nur an der Bar rum und gucken uns Frauen beim Tanzen zu", erklärte einer der letztjährigen Besucherinnen. Beim TVM scheint man jedenfalls zu wissen, was Frauen wollen, und so wird, zumindest offiziell bis 22.33 Uhr, kein Mann zugelassen. Auch nicht die, die sich in Frauenkleidern in den Saal schleichen wollen.
Ausgenommen von dieser Regelung sind lediglich einige "knackige" Barkeeper und die Mitglieder der Band "Deschawü". Fester Bestandteil des Programms sind auch die heißen Showeinlagen, über die man im Vorfeld allerdings noch nichts Näheres verraten will. Die Damen dürfen sich überraschen lassen.
Einlass zum Weiberfasching ist ab 19 Uhr, los geht's gegen 20 Uhr, so dass den Frauen rund zweieinhalb Stunden Zeit bleibt, sich mal so richtig auszutoben. Denn Fasching ist nur einmal im Jahr, und den Weiberfasching gibt es nur am "Schmutzigen Donnerstag", an dem viele Frauen eine Schere mit sich führen, um den Männern ihr Statussymbol, die Krawatte, zurechtzustutzen.
Mit dem Weiberfasching ist allerdings der Fasching in der Korbmachergemeinde noch nicht zu Ende, ganz im Gegenteil. Weiter geht's dann schon am Samstag, 6. Februar, mit dem großen TVM-Fasching mit DJ Urban und Alex, zwei echten Stimmungskanonen, und einem abwechslungsreichen Unter-haltungsprogramm.
Und am letzten Faschingstag, am Faschingsdienstag, 9. Februar, spielen die Narren in Michelau endgültig verrückt. Da wälzt sich nicht nur ab 10 Uhr der bunten Gaudiwurm mit zahllosen Gruppen, Kindern und Kostümierten durch die Korbmachergemeinde. Im Anschluss daran geht auf dem Anger die Post ab.
Während sich die "Kleinen" beim Kinder-Tohuwabohu, dem Kinderfasching in der Angerturnhalle austoben, lassen es draußen die "Großen", bei der legendären "Après-Ski-Party" ab 13 Uhr so richtig krachen. kag