Nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende wollen die Regionalliga-Basketballer der Turnerschaft Herzogenaurach vor eigenem Publikum nachlegen. Das wird jedoch alles andere als einfach, denn mit dem TSV Tröster Breitengüßbach gastiert am heutigen Samstag um 19.30 Uhr ein Topteam der Liga in der Herzogenauracher Gymnasiumhalle. Aber die starken Leistungen in den Vorwochen geben den Longhorns Hoffnung, gegen den Favoriten mithalten zu können.
Die Gäste aus Oberfranken haben sich in dieser Saison enorm verstärkt und insbesondere unter dem Korb aufgerüstet. Mit Erik Land kehrt der wohl beste deutsche Center der Liga zurück an seine alte Wirkungsstätte. Dass die Regionalliga Land nach etlichen Jahren in der ersten und zweiten Liga nicht an seine Grenzen bringt, zeigt ein Blick auf die Statistiken: 18 Punkte und zehn Rebounds pro Spiel sprechen eine deutliche Sprache und stellen die TSH vor eine enorme Aufgabe.


Schwerstarbeit für die Center

Dazu ist auch noch Dimitry McDuffy zurückgekehrt. Er war zuvor ebenfalls lang in der zweiten Liga unterwegs und hat nach einem Jahr Pause nun wieder richtig Lust auf Basketball. Der Überathlet wird dem Publikum sicher viel Freude bereiten, den Herzogenauracher Spielern dagegen viel Sorge. Denn McDuffy legte in den ersten drei Spielen je 15 Punkte und 15 Rebounds auf und wird - im Zusammenspiel mit Land - der TSH-Centerriege Schwerstarbeit bescheren. Auch auf den kleinen Positionen sind die "Güßbacher" solide besetzt und so gehen sie als Favorit in das Spiel.
Aber die Longhorns müssen ihr Licht nicht mehr unter den Scheffel stellen, denn sie siegten in der Vorwoche in Zwickau deutlich und verloren auch das Heimspiel davor erst mit einem Buzzer Beater. Die jungen, wilden TSHler sind schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr so wild, sondern gut strukturiert und trotzen mit ihrer bissigen Verteidigung ihren Gegner Respekt ab. Zudem stellt sich in der Offensive immer mehr heraus, wer in welchen Situationen den Ball in seinen Händen halten sollte. Dies führt dazu, dass die TSH die Turnover-Quote drastisch reduzieren konnten und so dem Gegner kaum leichte Punkte ermöglichte. Zudem werden die Longhorns aller Voraussicht nach vollzählig antreten können, was ihnen erlauben wird, noch intensiver und aggressiver zu agieren.


Mit Tempo gegen Muskelmasse

"Unser Ziel muss es sein, die große Garde der Güßbacher einigermaßen unter Kontrolle zu halten. Dafür werden wir 40 Minuten hart arbeiten müssen, indem wir die Passwege zu machen und um jede Position hart kämpfen", sagt Longhorns-Trainer Benedikt Aumeier. Seinem Team fehle es auch diesmal etwas an Muskelmasse, es habe aber bereits bewiesen, dass es diesen Nachteil ausgleichen kann. "Dafür werden wir auf den kleinen Positionen Vorteile haben und wir werden unser Tempo nutzen. Mit den Fans im Rücken sehe ich Chancen, das Spiel lange offen zu halten. Und wenn wir im letzten Viertel noch dran sind, ist alles möglich." pes