Coburg — Der Wasserschaden vom Oktober 2013 im Landestheater wirkt in der Besucherstatistik zwar nicht mehr nach. Die Stadt dagegen beschäftigt er immer noch: Bis Ende August laufen noch Sanierungsarbeiten in dem historischen Gebäude, damit es zu Spielzeitbeginn wieder für den Theaterbetrieb zur Verfügung steht.
275 000 Euro hatte die Stadt für dieses Jahr bereitgestellt, um alle notwendigen Arbeiten ausführen zu können. Damit soll die Zeit bis zur Generalsanierung überbrückt werden - bis Ende 2018, wie in der Vorlage für den Finanzsenat stand.
Doch das Geld reicht nicht. Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) musste Anfang Juli per Sofortentscheidung insgesamt 195 000 Euro nachschießen. Allein 70 000 Euro wurden dabei zusätzlich für die Ertüchtigung der Brandmeldeanlage erforderlich. Das Hochbauamt hatte die Kosten auf rund 15 000 Euro geschätzt; die Firma Siemens verlangte am Ende tatsächlich 85 000 Euro. Der Finanzsenat musste die Sofortentscheidungen am Donnerstag nur noch zur Kenntnis nehmen. Kommentare fielen keine: "Da braucht man gar nichts zu sagen", stellte Gerhard Amend (CSB) fest.

Hoffen auf Zuschüsse

Kommentarlos gebilligt wurde auch der Beschlussvorschlag, das Geld für die Sanierung der Aussegnungshalle am Friedhof zur Verfügung zu stellen. Boden, Wände, Fenster, Sandstein, Einrichtung - alles soll erneuert werden. Rund 679 000 Euro wird dieser dritte Bauabschnitt den Schätzungen des Hochbauamts zufolge kosten. Rund 279 000 Euro könnten als Zuschüsse von Dritten kommen: Entsprechende Anträge wurden bei der Oberfrankenstiftung, der Bayerischen Landesstiftung und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege gestellt. Damit bleibt der Stadt ein Eigenanteil in Höhe von rund 400 000 Euro, wobei darin 82500 Euro an Eigenleistungen (Planungen) enthalten sind. sb