Die Metzler-Orgel von St. Magdalena ist unter Orgelkennern überregional als ein herausragendes Instrument bekannt und der Kirchenbau begeistert mit seinem Raum- und Klangerlebnis. Um diese beiden Faktoren musikalisch miteinander zu verbinden, findet am Sonntag, 19. November, um 17 Uhr in der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche ein Konzert mit dem Amadeus-Chor und dem von vielen als Ausnahmetalent betrachteten Ludwig Orel an der Orgel statt.
Beide, der Chor wie der erst 16-jährige Organist, zählen laut einer Pressemitteilung der Pfarrei zu den besonders beachteten Tonkünstlern der Region. Der Amadeus-Chor hat schon etliche, auch internationale Awards erhalten und tritt vielfach mit anspruchsvollen Programmen auf. Seit 2013 ist Benedikt Haag künstlerischer Leiter des Chores. Er begann seine musikalische Laufbahn beim Windsbacher Knabenchor und studierte Chordirigieren. Er leitet auch den renommierten Münchner Motettenchor sowie den Münchner Konzertchor.


Unterricht in Regensburg

Ludwig Orel verfügt inzwischen über ein sehr anspruchsvolles Repertoire, war 2015 in Hamburg erster Preisträger beim Bundeswettbewerb von Jugend musiziert, hat 2015 den Kulturförderpreis der Stadt Herzogenaurach erhalten und trat im Januar bei den Europäischen Jugendkonzerten in Helsinki und Turku auf. Unterrichtet wird er seit nunmehr bald drei Jahren von Domorganist Franz-Josef Stoiber an der Musikhochschule in Regensburg, wo er als Jungstudent eingeschrieben ist.
Es darf ein Konzert auf hohem Niveau erwartetet werden, schreiben die Veranstalter. Beide Interpreten führen Werke verschiedenster Epochen von Barock bis Moderne auf. Dabei führt der Bogen des Amadeus-Chores von der "Missa Pangue lingua" von Josquin Desprez über Pawel Lukaszewskis "O Adonai" zu Teilen aus der doppelchörigen Messe von Frank Martin sowie Motetten von Maurice Duruflé und Francis Poulenc.
Orel trägt den sehr flotten dritten Satz von Johann Sebastian Bachs Triosonate in C-Dur vor, außerdem stürmisch interpretiert Max Regers Toccata in d-Moll. Mit dem dritten Satz aus Olivier Messiaens "L'Ascension" zeigt er hohe Virtuosität.
Die Karten gibt es an der Abendkasse zu zehn Euro und für Schüler bis zwölf Jahre zu acht Euro sowie im Vorverkauf bei Schreibwaren Ellwanger am Marktplatz. red