Der Spielbetrieb im bayerischen Tischtennis wird ab Freitag, 30. Oktober ausgesetzt. Das verkündete der Bayerische Tischtennis-Verband (BTTV) am Mittwochnachmittag auf seiner Homepage. Bis zum 31. Dezember finden in allen Spielklassen des BTTV keine Mannschaftskämpfe mehr statt. Grund: Die steigenden Infektionszahlen des Corona-Virus.

Eine Fortsetzung des begonnenen Spielbetriebs sei zum jetzigen Zeitpunkt weder zielführend noch sinnvoll. "Durch Rückzüge oder Nichtantreten sowie durch ausgefallene beziehungsweise verlegte Spiele und immer häufigere Sperrungen von Sporthallen ist ein fairer Spielbetrieb nicht mehr zu gewährleisten", heißt es auf der Homepage.

Damit herrscht endlich Klarheit und die in den letzten Tagen kursierende Verunsicherung bei den vielen Tischtennisspielern gehört der Vergangenheit an.

Dem TSV Untersiemau war das Risiko ohnehin viel zu groß. Deshalb zog der Verein bereits am Dienstagabend die Notbremse und meldete vorerst alle seine Mannschaften vom Punktspielbetrieb ab. Offiziell war der Trainings- und Spielbetrieb nämlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht unterbrochen.

Die Verantwortlichen in Untersiemau nehmen die überall steigenden Zahlen der Covid-19-Infizierten sehr ernst: "In unserem Verein sind Spieler, die der Risikogruppe angehören, Pflegekräfte, die täglich im Beruf mit Risikopatienten in Kontakt sind und Akteure, die täglich Familienangehörte aus der Risikogruppe pflegen müssen und dies auch weiterhin wollen," erklärt Abteilungsleiter Thomas Bürger.

Der TSV Untersiemau mit seinen zahlreichen Herren-, Damen- und Jungenteams stellt fest, dass nicht nur die eigene Gesundheit am Wichtigsten sei, sondern es keiner vom Verein wolle, dass durch eine Quarantäne, weil er an einem Tischtennisspiel teilgenommen hat, seinen Job verliere, oder seine Familienangehörigen in Gefahren bringen wolle.

Sollte sich die Lage wieder entspannen, dann sei man gerne bereit wieder am Spielbetrieb teilzunehmen. Der ausdrückliche Wunsch von Abteilungsleiter Thomas Bürger und Fabian Markert, Mannschaftsführer des Ersten Herrenteams, dass nämlich der Bayerische Tischtennisverband endlich davon Abstand nimmt, eine "normale" Saison spielen zu lassen, sei mit der gestrigen BTTV-Entscheidung schließlich erhört worden.

Auf vermehrte Anfragen reagiert

Die Untersiemauer waren nicht der einzige Klub, der in diesen unsicheren Zeiten an den Verband schrieb. Aufgrund vermehrter Anfragen, wie es mit dem Spielbetrieb weitergeht, hat das Entscheidungsgremium nun reagiert und für alle Mannschaften in Bayern eine einheitliche Regelungen geschaffen. oph/hf