Auf der Gemeinderatssitzung erläuterte Kämmerer Roland Groß die derzeitige Haushaltsituation. Aus seiner Sicht sei sie "erfreulich", denn "der Haushalt 2016 verläuft bisher planmäßig", erklärte Groß.
Bei den Wassergebühren wurden die Soll-Einnahmen noch nicht erfüllt. Das werde sich Ende des Jahres noch einstellen, meinte er. Bei der Gewerbesteuer sind die angesetzten Einnahmen von zwei Millionen Euro fast erreicht. Die Einnahmen aus der Einkommensteuer liegen mit 944 000 Euro derzeit bei etwa drei Viertel der veranschlagten Summe von 1 265 000 Euro.
Bei Baumaßnahmen wurde bisher weniger ausgegeben als geplant. Spät im Jahr angefangen wurde die Sanierung von Ahornstraße und Kastanienweg in Mannsgereuth. Hier wird nur ein Teil der veranschlagten Kosten von 500 000 Euro noch dieses Jahr abgerechnet. Nicht angegangen wurden die bereitgestellten Mittel für die Erweiterung der Breitbandversorgung (425 000 Euro) und die Sanierung des Felsenkellers (100 000 Euro). Der Kassenstand inklusive Rücklage beträgt derzeit rund 1 726 000 Euro. Die fehlenden Einnahmen bei Einkommen-und Umsatzsteuer werden noch erfolgen. Ein Kredit von 500 000 Euro soll noch aufgenommen werden.


Prognose für 2017 erwünscht

Für Jürgen Gäbelein (Freie Wähler) wäre nicht erkennbar, wie die Gemeinde zum Jahresende dastehen werde, da nicht alle Baumaßnahmen durchgeführt wurden. Er wünschte sich eine Schätzung für die noch anfallenden Kosten. Auch Simon Ehnes (SPD) vermisste eine Prognose für den Rest des Jahres. Er wollte Transparenz darüber, was sich in den nächsten Haushalt verschieben wird.
Bürgermeister Christian Mrosek (CSU) erklärte, eine Kostenschätzung soll erarbeitet und vorgelegt werden. Er erläuterte außerdem den Jahresantrag für 2017 und die Bedarfsmitteilung für die Städtebauförderung. Bauingenieur Joachim Stefan nannte als große Posten den Umbau des Gutmann-Hauses zum Bürgerhaus mit 900 000 Euro und die Fortsetzung des Quartiersmanagements mit 45 000 Euro.