Als Kreisheimatpfleger Werner Eberth vor einigen Jahren in einer Scheune in Münnerstadt das Gipsmodell für das Grabmal des in Münnerstadt geborenen Erzbischofs Friedrich von Abert entdeckt hatte und dieses nach Renovierung vor einigen Wochen im Eingang des ehemaligen Studienseminars enthüllt wurde, glaubte er, dass eine Studienfahrt nach Bamberg zum Grabmal im Dom gerade in Münnerstadt besonderes Interesse finden würde. Dem war aber nicht so, die einzige Anmeldung wurde zurückgezogen. Die Studienfahrt fand dann mit Interessenten aus Bad Kissingen statt.
Im Dom stellte Eberth die beiden Grabmale für Bamberger Erzbischöfe vor, die der 1854 in Aschach geborene Bildhauer Balthasar Schmitt kurz vor und im Ersten Weltkrieg geschaffen hatte. Das Grabmal für den 1890 verstorbenen Erzbischof Friedrich von Schreiber konnte Balthasar Schmitt erst 1919, mit Probleme wegen der Entwertung der Mark, vollenden.
Hauptziel der Fahrt war natürlich der Epitaph für den 1852 in Münnerstadt als Sohn eines Schneiders geborenen Friedrich Abert, geschaffen von Balthasar Schmitt 1912 mit einem Honorar von 4000 Goldmark. Obwohl Schmidt damals schon in Solln bei München wohnte, hat er bei der Signatur seinen Geburtsort Aschach genannt.
Anschließend gab es eine ausführliche geführte Besichtigung der gegenüberliegenden fürstbischöflichen Residenz - und eine Einkehr in der Altstadt. kew