Seit mehr als 20 Jahren bilden die Jugendlichen der Kreisverkehrswacht Coburg jährlich neue Verkehrskadetten aus. So fand auch in diesem Jahr in den Herbstferien die viertägige Neuausbildung statt. Wie in den Jahren zuvor wurde diese im Pfadfinderheim Sauloch bei Rödental durchgeführt. Zehn Jugendliche wollen sich in Zukunft ehrenamtlich engagieren, davon vier aus Coburg und sechs aus Lichtenfels. Die beiden Jugendgruppen arbeiten schon seit ihrer Gründung Hand in Hand zusammen.

Den interessierten Jugendlichen wurden die wichtigsten Themen der Straßenverkehrsordnung, Verkehrszeichen, alles über die Verkehrswachten, die Verkehrskadetten, ihre späteren Aufgaben und der richtige Umgang mit den Funkgeräten beigebracht. Praktisch wurde die richtige Zeichengebung gelehrt und geübt.

Aber das ist natürlich nicht alles. Außerdem war an den Abenden ein buntes Programm geboten. Ausbildung bei den Verkehrskadetten heißt auch gemeinsam Essen und Spaß haben. "Man findet dort für die vier Tage Neuausbildung ein neues Zuhause", berichtete Vanessa Fischer. Bei der Ausbildung werde immer wieder das inoffizielle Motto "One Team - One Mission" deutlich, meinte Oliver Pieschel, stellvertretender Gesamteinsatzleiter, denn Teamwork sei bei den Verkehrskadetten besonders wichtig.

Das Betreuer- und Ausbilder-Team, das die gesamte Neuausbildung eigenständig organisierte, setzte sich aus 13 Coburger sowie fünf Lichtenfelser Verkehrskadetten zusammen. Bei ihnen handelte es sich um langjährige Vereinsmitglieder, aber auch um Verkehrskadetten, die erst im letzten Jahr die Ausbildung abgeschlossen haben. Bemerkenswert ist, dass von der Planung bis zur Durchführung die Jugendlichen alles eigenständig organisieren.

Am Ende hatten alle neuen Verkehrskadetten die Prüfungen erfolgreich bestanden. Somit können die "Neuen" gleich ins Einsatzgeschehen einsteigen. Jugendleiterin Katharina Duffek zog ein Fazit: "Es ist immer wieder schön, dass wir Jahr für Jahr Jugendliche für unsere ehrenamtliche Arbeit begeistern können. Mit unserer Ausbildung möchten wir unsere Jugendlichen nicht nur schulen, sondern auch sofort in der Gruppe willkommen heißen und integrieren. Wir hatten in diesem Jahr leider sehr wenige Anmeldungen, so dass wir überlegen, Anfang des nächsten Jahres eine weitere Ausbildung durchzuführen." Katharina Duffek