Der frühere Schulleiter des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums, Hans-Werner Fischer, hat sein erstes Buch veröffentlicht - geschrieben aus Wut und Scham, wie er selbst sagt. "Fatau" handelt von einem 16-Jährigen, der 2015 aus Ghana geflohen ist, so gut Deutsch gelernt hat, dass er sich bei den Asylverhandlungen selbst vertreten konnte, und nun wieder in der Hauptstadt von Ghana, in Accra, lebt.

Die Schauplätze sind übrigens unter anderem der Entenweiher bei der Kirche "Unsere Liebe Frau", die Reuthgasse und der Marktplatz in Kulmbach. Außerdem besuchte Fatau die EDV-Schule in Wiesau.

Die Geschichte ist eine Mischung aus Wahrheit und Fiktion. Hans-Werner Fischer über seinen Schreibstil: "Die fiktiven Stellen werden nicht spürbar sein, und manches, das wie Fiktion wirkt, ist wahr." Geschrieben hat Fischer das Buch wegen der Asyl- und Flüchtlingspolitik. Seine Botschaft ist klar: Das Flüchtlingsthema ist kein politisches, sondern ein menschliches Problem. Jedes Kapitel ist mit einem Zitat von Fatau überschrieben. Als Lehrer von jugendlichen Flüchtlingen lernt der pensionierte Oberstudiendirektor die Nöte und Hoffnungen seiner Schüler kennen. Das Schicksal von Fatau beruht zum größten Teil auf wahren Begebenheiten, humorvoll die Tischgespräche, nachdenklich die geplante Scheinehe. Insgesamt stellt das Buch die praktizierte Asylpolitik in Frage. red