Einen fantastisches Programm erlebten die Zuschauer beim Kabarettabend der Weisachtaler Blasmusik in Maroldsweisach. Die Gruppe "Häisd'n'däisd vomm mee" aus Stammheim brachte anlässlich ihres Bühnenjubiläums eine Riesenstimmung in den fast ausverkauften Hartleb-Saal.

Sahnestücke und Lieblingslieder

Unter dem Motto "Aus'm Gröbsten raus - das Beste aus 20 Jahren" stand der Auftritt von den Akteuren Kornel Hetterich, Stefan Ebert, Ralph Theobald, Michael Saffer, Thomas Marquard und Florian Ebert.

Die Sahnestücke der letzten 20 Jahre und einige ganz persönliche Lieblingslieder der Musiker präsentierten die "Jungs vomm mee", die seit 1998 auf den Bühnen der Welt zu Hause sind. Geschätzt werden sie von ihren Fans für ihre unverwechselbare Art, geprägt von größter Spielfreude und hohem Spaßfaktor, den sie bei jedem Auftritt beweisen. Bei Einlagen wie der "Schweinepolka" oder der etwas ungewöhnlichen "Zaubershow" hatten die Musiker die Lacher immer auf ihrer Seite. Auch über Anekdoten rund um die Wahl amüsierte sich das Publikum köstlich. Ein Höhepunkt des Abends war ein Lied, das eine Botschaft an die "Oberen" enthielt: "Eigentlich g'hört drauf g'haut, dass ihr endlich aufschaut, dass ihr des versteht, dass es so net geht." Als ranghöchster Politiker im voll besetzten Saal musste Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) auf die Bühne und den Kopf hinhalten.

So war in den Liedern zum Beispiel vom nicht vorhandenen "Gelben Sack" und der Liebe zu den Wertstoffhöfen die Rede.

Thematisiert wurde von den Musikern auch der illegal aufgemalte Zebrastreifen in Allertshausen. Am Ende bekam das Gemeindeoberhaupt mit Plastikstäben noch symbolisch "eine drauf g'haut", wobei sich Thein aber tapfer schlug - zumal sein Kopf unter einem gelben Bauhelm gut geschützt war. Ein großer Applaus war der Dank des Publikums für die spontane Einbindung lokaler Themen ins Showprogramm.