In Privathaushalten gehört die Krippe zur Vorweihnachtszeit mittlerweile genauso dazu wie Lebkuchen und Stollen - und auch im Landratsamt Bamberg ist sie nicht mehr wegzudenken. Bereits seit 16 Jahren stellt der Krippenbaumeister Karl-Heinz Exner alljährlich Krippen aus aller Welt in den Vitrinen im Foyer aus. Bis zum 12. Januar 2017 können die Besucherinnen und Besucher des Landratsamtes die vielfältigen Ausstellungsstücke zu den üblichen Öffnungszeiten bestaunen.
Insgesamt hält die Ausstellung wieder mehr als 16 verschiedene Krippen bereit. Die Besucher können Krippen aus Ländern wie Kenia, Amerika und Kanada, gefertigt aus den unterschiedlichsten Materialen, bewundern. Als Höhepunkt seiner Krippensammlung stellt Exner diesmal eine Bildkrippe und eine kleine Krippe aus Bananenblättern vor. "Viele Leute haben nicht den Platz, eine traditionelle Krippe in ihrem Wohnzimmer aufzustellen. Die Laternenkrippe oder das Krippenkästchen sind daher eine praktische und platzsparende Alternative", sagt der Experte.
Auch in diesem Jahr können Interessierte die Broschüre "Krippen des Bamberger Umlandes" während der gesamten Ausstellungszeit in der Infothek des Landratsamtes für 5 Euro erwerben. In der Broschüre sind 116 Krippen bebildert und beschrieben. Damit ist sie um 43 Krippen reicher als die letzte Ausgabe aus dem Jahr 2000.
Der Bischberger Krippenbauer Karl-Heinz Exner ist dem Reiz der Krippe bereits in frühen Jahren erlegen: Im Alter von sieben Jahren baute er seine erste eigene Krippe. 1990 erwarb er sein Meisterdiplom als Krippenbauer. Im darauffolgenden Jahr würdigte Papst Johannes Paul II. seine Arbeit in einer Privataudienz mit den Worten "Arbeiten Sie weiter mit der Krippe im Weinberg des Herrn".
Exner über das Krippenbauen: "Das ist für mich nicht nur ein Hobby, sondern eine Leidenschaft." red