Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach hat einen neuen Leiter. Wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mitteilt, wird Michael Schmidt am 1. November seinen Dienst antreten. Der 42-jährige Forstdirektor tritt die Nachfolge des Leitenden Landwirtschaftsdirektors Guido Winter an, der im Frühjahr an das Kompetenzzentrum für Ernährung in Kulmbach gewechselt war (wir berichteten).

Schmidt, der die Leitung seither kommissarisch übernommen hat, bleibt weiterhin auch Leiter des Bereichs Forsten in Stadtsteinach.

Für den in Stadtsteinach aufgewachsenen Schmidt kam die Entscheidung überraschend. "Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet. Umso größer ist nun die Freude. Ich übernehme gerne Verantwortung - auch wenn es manchmal anstrengend ist und ich dann leider zu wenig Zeit für meine kleine Tochter habe."

Das Kulmbacher Landwirtschaftsamt ist zuständig für die Landkreise Kulmbach und Kronach und zentraler Ansprechpartner für alle Landwirte, Waldbesitzer, Teichwirte und auch Imker. Zugeordnet ist der Behörde eine Teilzeitschule für Hauswirtschaft in Kulmbach und ein großes Jugendwaldheim in Lauenstein.

"Dass wir auf der gesamten Fläche präsent sind, ist schon ein Vorteil. Die Nähe zu den Menschen zeichnet uns aus", so Schmidt weiter. Auch die Ernährungsbildung sei eine wichtige Säule in dem sehr vielfältigen Aufgabenbereich des Amtes. "Die vielen unterschiedlichen Bereiche machen den Job wahnsinnig abwechslungsreich."

Wirtschaftspreise erhalten

Im Geschäftsbereich des Landwirtschaftsressorts ist Schmidt nun bayernweit der jüngste Behördenleiter. Vor seiner Rückkehr nach Oberfranken war Schmidt in der Staatskanzlei in München tätig. An dieser herausgehobenen Position verantwortete er die Interessen des gesamten Geschäftsbereichs des Landwirtschaftministeriums.

Zuvor hatte er über fünf Jahre hinweg verschiedene Positionen im Ministerium bekleidet. Promoviert hat Schmidt an der TU München im Bereich der Klebstoffforschung. Für seine Arbeiten , die auch Eingang in die Praxis fanden, erhielt er zwei Wissenschaftspreise. red