Ein Tor ist dem TSV Knetzgau zwar nicht gelungen, allerdings holte er sich den ersten Punkt seit seinem Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost mit einem 0:0 beim TSV Gochsheim. Ebenfalls einem torlosen Unentschieden musste sich die DJK Dampfach gegen den SV Sömmersdorf/Obbach begnügen, und auch der dritte Bezirksligist aus dem Kreis Haßberge, der FSV Krum, beendete seine Partie bei der SV-DJK Unterspiesheim mit einem Unentschieden, einem 1:1.
TSV Gochsheim -
TSV Knetzgau 0:0

Den Torchancen nach hätte der TSV Knetzgau in Gochsheim hoffnungslos untergehen können, ja sogar müssen. Allein dreimal tauchte Daniel Meusel allein mit dem Ball am Fuß vor Knetzgaus Torhüter Matthias Oppermann auf, und dreimal parierte der Schlussmann überragend. Zum Glück für die Knetzgauer erwiesen sich die Gochsheimer Angreifer insgesamt vor dem Tor als glücklos in ihren Aktionen. "Wir machen einfach zu wenig aus den Chancen", gab Gochsheims Trainer Dominik Ruh zu. Und der erste Punkt für Knetzgau in der Bezirksliga, sagt Spielleiter Alexander Hamburger, "war zum Ende hin schon verdient". Es hätte sogar ein Sieg werden können, hätte Alexander Barth beim Konter kurz vor Schluss nicht den Gochsheimer Pfosten getroffen. Und auch der eingewechselte Daniel Greul kam noch zu seiner Torgelegenheit.
Auf der Gegenseite wehrte kurz vor Schluss Dominik Zangl für den schon geschlagenen Oppermann einen 15-Meter-Schuss von Christian Niklaus mit dem Knie ab. Die Leistungskurve des Aufsteigers Knetzgau zeige nach oben, sagte Hamburger. "Wir haben über 90 Minuten so gespielt wie gegen Münnerstadt und Forst in der zweiten Halbzeit", sagt er. Somit müsse er trotz des Tabellenplatzes 15 auch nicht an den Abstieg denken, "die Mannschaft hat das Potenzial, in der Bezirksliga bleiben zu können". Am Sonntag reicht die kampfstarke DJK Unterspiesheim ihre Visitenkarte in Knetzgau ein.
TSV Knetzgau: Oppermann - Heide, Mühlfelder, Schwinn, Strätz, Barth, Zangl, Wirth (88. Greul), Schenk (48. Knop), Müller, Frison / SR: Habermann (Mittel-/Oberstreu) / Zuschauer: 155
SV-DJK Unterspiesheim -
FSV Krum 1:1

Um es gleich vorweg zu nehmen: Mit diesem Remis sind sowohl die DJK Unterspiesheim als auch der FSV Krum zufrieden. FSV-Coach Tobias Burger sprach von einem "Spiel auf durchschnittlichem Niveau". Die erste halbe Stunde war Krum im Grunde genommen nicht wirklich präsent und musste in der 16. Minute den 0:1-Rückstand hinnehmen. Sven Gehring, bei Unterspiesheim der personifizierte Notnagel, schickte mit einem tollen Pass Dominik Seufert, und der lupfte die Kugel aus vollem Lauf über den chancenlosen FSV-Schlussmann Florian Gräf in die Maschen. Quasi aus dem Nichts schaffte Krum den Ausgleich: Kevin Rippstein flankte von rechts genau auf den Kopf von Dustin Fösel, und der musste nur noch sein Haupt in die Flugbahn des Balles halten, um ihn aus acht Metern unhaltbar für Maximilian Schneider im DJK-Gehäuse zu versenken.
Hatte der FSV im zweiten Durchgang mehr Spielanteile, so hatten die Unterspiesheimer die besseren Chancen, vor allem durch lange und hohe Bälle auf ihren Topstürmer Johannes Nunn. "Da ist immer die Gefahr, dass ein solcher Ball mal durchrutscht, was heute zum Glück nicht passiert ist", sagte Burger. Eine der besten DJK-Chancen vergab der Abwehrspieler Florian Pickel, der zum Glück für Krum den Pfosten traf. Und weil auch der FSV nicht chancenlos blieb, war die kampfbetonte Partie mit Schwerpunkt zwischen den Strafräumen allein deshalb jederzeit spannend, weil jedes Team das zweite Tor hätte schießen können.
FSV Krum: Gräf - Fösel, Bujtor, Degen, Ma. Witchen, Durst, Vogel, Schmitt (85. Tunc), Räth, Rippstein, Mi. Witchen (65. T. Witchen) / SR: Smetak (Brendlorenzen) / Zuschauer: 120 / Tore: 1:0 Seufert (16.), 1:1 Fösel (26.) / Gelb-Rote Karte: F. Nunn (87.) / - gch
DJK Dampfach -
SG Sömmersdorf/Obbach 0:0

Die DJK Dampfach war von Beginn an feldüberlegen und kontrollierte über weite Strecken das Spiel. Sömmersdorf zog sich sehr weit zurück, spielte mit einer sehr tief stehenden Fünferkette, davor eine Viererkette und eine Sturmspitze. In die Karten der Gäste spielte noch, dass sich die DJK Dampfach viele Fehlpässe leistete und keine zündende Idee im Mittelfeld hatte. Dennoch hatte sie Chancen. Tim Wagner setzte in der 3. Minute eine Direktabnahme knapp rechts neben das Tor, sein Freistoß in der 13. Minute ging links vorbei. Die Angriffe der Gäste waren nur sporadisch. Zwei Minuten vor der Halbzeit setzte sich Patrick Winter im Strafraum durch, seine Hereingabe verfehlte Wagner nur um Zentimeter. Eine Minute vor der Pause die einzige Chance für die Gäste: Sebastian Schirmer wurde jedoch von Antony Jilke abgeblockt. Nach einem Doppelwechsel kam die Heimelf mit neuem Schwung aus der Kabine. Nach drei Minuten schoss Geßendorfer einen Freistoß aus 20 Metern knapp übers Tor, und sieben Minuten später verzog Ralf Riedlmeier ebenfalls einen Freistoß. In der 64. Minute traf SV-Spielertrainer Daniel May mit einem Freistoß aus 28 Metern nur den linken Pfosten. Danach köpfte Gästespieler Hedrich freistehend über das Tor. In der Schlussphase noch drei gute Tormöglichkeiten für die DJK: Der Schuss von Stefan Greb aus 20 Metern wurde von Dotzel glänzend gehalten (85.). Eine Minute später schoss Geßendorfer freistehend aus 15 Metern über das Tor, und kurz vor Spiel-ende setzte Patrick Winter seinen Kopfball zu hoch an.
DJK Dampfach: Fröhlich - Yücetag, Reich (82. Tudor), Schleicher (46. Geßendorfer), Riedlmeier, A. Jilke, Winter, Greb, Wagner, Sahlender (46. Yeniay), Hau, / SR: Fritz (Schönderling) / Zuschauer: 150 hd