Erlangen — Mit einem Benefizkonzert soll am Dienstag, 21. April, ab 19.30 Uhr die Erforschung seltener Tumoren bei Kindern unterstützt werden. Violinistin Karlotta Eß, Hornist Christoph Eß sowie Pianist Jörg Wischhusen - alle drei renommierte Instrumentalisten und mehrfache Preisträger - bieten den Zuhörern einen bunten musikalischen Abend mit Stücken von Robert Schumann, Johannes Brahms und weiteren namhaften Komponisten aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
Das Konzert findet im Redoutensaal, Theaterplatz 1, in Erlangen statt. Eintrittskarten sind für 18 Euro (ermäßigt 13 Euro) bei den üblichen Verkaufsstellen sowie an der Abendkasse erhältlich. Der Erlös geht an die Arbeitsgruppe "Seltene Tumorerkrankungen in der Pädiatrie" (STEP) der Kinder- und Jugendklinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Rascher) des Universitätsklinikums Erlangen.

"Wir benötigen dringend Gelder"

In Deutschland erkranken jährlich etwa 1800 Kinder und Jugendliche an bösartigen Tumoren. Bei rund fünf Prozent handelt es sich um seltene Tumoren, die bei maximal zwei von einer Million Heranwachsenden auftreten. "Für diese gibt es bisher leider noch keine standardisierte Therapieempfehlung. Daran arbeiten wir momentan", beschreibt Dr. Ines Brecht, Ärztin der Kinderklinik, das Bestreben ihrer Arbeitsgruppe STEP. "Um unsere Patienten in Zukunft in vollem Umfang am wissenschaftlichen Fortschritt teilhaben zu lassen, benötigen wir für unsere Forschungsprojekte dringend Gelder. Das Benefizkonzert ist eine hervorragende Unterstützung."

Erforschung seltener Tumoren

Im Jahr 2006 wurde STEP im Rahmen der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie gegründet. Hieraus entstand im Mai 2012 das Register für seltene Tumoren in der Pädiatrie, angesiedelt an der Kinderklinik des Uni-Klinikums. Ziele sind die Entwicklung einer Infrastruktur, um seltene Tumoren zu erforschen, der Aufbau eines internationalen Informationsnetzwerks sowie das Sammeln, Dokumentieren und Auswerten von Behandlungsdaten aller Kinder mit bösartigen seltenen Tumoren, für die bisher keine Therapieempfehlungen und Versorgungsstrukturen vorliegen. red