Irgendwie scheint der Himmelsweiher "Katrin I." bei seiner Namensweihe mit einem Zauber versehen worden zu sein. Er steht immer im Fokus, wenn gefiederte Gäste unser Karpfenland Aischgrund besuchen. Ob es Kanada- oder Nilgänse sind, Grau- oder Silberreiher oder anderes Wassergeflügel: Sie landen am Scheubel'schen Himmelsweiher in Höchstadt-Süd mit dem Ehrennamen von Katrin Uano, jener fleißigen Karpfenkönigin vergangener Jahre. Oder vollbrachte gar die Namensgeberin selbst jenen Zauber, wenn sie alljährlich bei der Karpfenernte der Scheubels die "Erntehelfer" unterstützt? Wer kann es schon sagen ...

Am Montagnachmittag jedenfalls besuchten knapp 20 Schwarzstörche besagten Weiher. Das war schon mal eine besondere Seltenheit. Der flugs herbei gerufene Storchenvater Edmund Lenz postierte sich mit seiner optischen Aufnahme-Technik in angemessener Entfernung auf der Wiese und studierte das Geschehen sehr genau. Aber auch die Weißstörche, die diesen Weiher mittlerweile als ihren "Badeweiher" nutzen, nahmen Notiz vom Geschehen. Ebenso wurden die Grau- und Silberreiher, denen dieser Weiher ans Vogelherz gewachsen ist, neugierig.

Weiß- und Schwarzstörche begegneten sich zunächst in Hab-acht-Pose, während die Reiher das Ganze aus angemessenem Abstand betrachteten. Ein Turmfalke stand längere Zeit über dem Weiher in der Luft, drehte aber bald desinteressiert ab, um sich seinen Jagd-Gewohnheiten auf den Wiesen rings um die Weiher zu widmen.

Störender Motorlärm

Die stille und beschauliche Atmosphäre wurde jäh unterbrochen durch einen nicht sehr umsichtigen Motorrollerfahrer. Der wäre zum Fotografieren am liebsten direkt in den Weiher zu den Schwarzstörchen gefahren. Vielleicht dachte er, es sei wie in einem "Streichelzoo". Die Schwarz- und Weißstörche verstanden die Aktion jedenfalls falsch und machten sich auf und davon (nicht zuletzt auch zum Ärger des Storchenvaters, der seine Verhaltensforschungen jäh unterbrochen sah).