"Braungebrannt und vollgesogen von der Fülle dieser Welt....", schreibt Hermann Hesse in einem Gedicht. Braungebrannt und vollgesogen von der Schönheit und der Geschichte der Insel Rhodos kehrte eine Gruppe aus Arnstein und Oberleichtersbach mit Pfarrer i. R. Gerd Götz zurück. Die griechische Reiseführerin Kremasia verstand es, die Reisegruppe für die landschaftliche Schönheit und die reiche Geschichte von Rhodos zu begeistern.
Am Mandrakihafen der Stadt Rhodos waren aus der italienischen Besatzungszeit die Evangelismoskirche, das Gericht und das Rathaus zu besichtigen. Beeindruckend dann aus der Zeit der Johanniter - sie beherrschten von 1309 bis 1522 die Insel - der mächtige Palast des Großmeisters, die damals von den Rittern bewohnte Straße und die weiträumige Befestigungsanlage, die die heutige Altstadt umschließt. Außerhalb waren die antike Akropolis mit Tempel, Odeon und Stadion zu sehen. Eine Zeitreise bedeutete die Fahrt zum antiken Kamiros, zur Johanniterfestung Kastellos und zum romantisch gelegenen Epta Pijes mit seinen sieben Quellen.
Abwechslung brachte die Schiffsfahrt zur kleinen Insel Symi mit dem Wallfahrtsort Panormitis und der Symi-Stadt, die zu den schönsten Orten Griechenlandes zählt.
Eine weitere Inselrundfahrt führte nach Asklepios, wo an Hand der alten Fresken und der Ikonen das Besondere der griechisch-orthodoxen Kirche zu erfahren war. Der letzte Tag führte nach Lindos, einer der schönsten Plätze der griechischen Welt. Lindos zeichnet sich aus mit seinen niedrigen weißen Häusern, überragt von der mächtigen Akropolis: beeindruckend die dunklen Sandsteinwälle der antiken Tempelanlage und der mittelalterlichen Zitadelle. Die Unterfranken erkundeten die einmalige Schönheit von Lindos und genossen den weiten Rundblick. Anschließend führte die Fahrt zum Kloster Thari, der wohl am schönsten gelegenen Klosteranlage. Nach erlebnisreichen Tagen hieß es Abschied nehmen von Rhodos.
Hans-Dieter Böhmer