Kronach — Jüngstes Mitglied der Städtekooperation "Wege zu Cranach" ist das sächsische Torgau. Zu einem Tagesausflug dorthin lädt am Samstag, 26. September, der Lucas-Cranach-Arbeitskreis unter seinem Vorsitzenden Dietmar Lang zusammen mit dem Kronacher Freundeskreis der evangelischen Akademie Tutzing ein. Im Rahmen des Cranach-Jahres steht eine Führung durch die Nationale Sonderausstellung "Luther und die Fürsten" in Schloss Hartenfels auf dem Programm, genauso aber auch ein Rundgang durch die bedeutende Schlossanlage selbst. Schloss Hartenfels war im Zeitalter der Reformation politisches Zentrum und Residenz der Kurfürsten von Sachsen. Noch heute zählt es zu den schönsten Schlossanlagen Europas, die mit der Schlosskapelle auch den ersten Neubau eines protestantischen Gottesdienstraumes nach der Reformation birgt. Auch Lucas Cranach und seine Werkstatt haben in Torgau Spuren hinterlassen. Zum einen findet sich mit dem Grotesken-Fries in der ehemaligen Spiegelstube auf Hartenfels das einzige erhaltene Beispiel einer Wandmalerei, das der Cranach-Werkstatt bisher zweifelsfrei zugeschrieben werden konnte. Zum anderen kann man in der Stadtkirche St. Marien das Werk "Die 14 Nothelfer" bestaunen, ein Gemälde, das um 1507 von Lucas Cranach d. Ä. angefertigt wurde.
Anmeldungen nimmt die Tourist-Information Kronach entgegen, Tel. 09261/97236 oder E-Mail: touristinformation@stadt-kronach.de. red