Zum Glück waren heute Abend keine Talentsucher hier, sonst würden wir einige unserer Schätze am Montag nicht mehr in unserer Schule sehen", lachte Schulleiterin Heike de Clerk am Ende einer überaus erfolgreichen Musical-Vorstellung. "Das geheime Leben der Piraten" lautete der Titel des Musicals, das die Theatergruppe der Schule unter der Leitung von Miriam Sümmerer einstudiert hatte.
Die instrumentale Begleitung hatte das Elternpaar König an Klavier sowie Flöte und Geige übernommen. Langeweile macht sich auf der "Esmeralda" breit. Monatelang war nichts mehr los! Schon droht eine Meuterei. Doch da spülte das Meer den Piraten eine Flaschenpost mit einer Schatzkarte zu. Zum Glück konnte die gefangene Prinzessin Filomena lesen. Endlich! Die Seeräuber sind bester Dinge und machen sich auf den Weg zur Insel "Einszweidrei". Schon bald zeigt sich, dass Piraten gar nicht so harte und furchtlose Kerle sind, wie man im Allgemeinen glaubt. "Eigentlich wäre ich gerne Einzelhandelskaufmann geworden und hätte im Supermarkt die bunten Joghurtbecher einsortiert", eröffnet der seltsame Spanier mit der Augenklappe.


Angst vor dem Dunklen

Andere haben Angst vor der Dunkelheit. Der Kamerad mit dem Holzbein ("Ich kann nur bis 15, allenfalls noch bis 16 zählen.") macht am liebsten Nachtwache, weil er da heimlich tanzen kann, ohne für ein Mädchen gehalten zu werden.
Als die Piraten nach langem Suchen endlich die Schatzkiste finden und öffnen, entpuppt sich der Schatz als ein Musikproduzent, der ihnen einen Plattenvertrag anbietet, natürlich nachdem er die für ihn ausgesprochen günstigen Konditionen ausgehandelt hatte. Die Akteure - der Chor und die Schauspieler - boten ein mit sehr großem Engagement und fast profihafter Realisierung dargebotenes Musical. Die begeisterten Zuschauer belohnten sie für ihre Mühe mit wohlverdientem Applaus. Schulleiterin de Clerk dankte vor allem Miriam Sümmerer, die die Schulspielgruppe im fliegenden Wechsel von Kollegin Mareike Hörnlein übernommen hatte, für die großartige Leistung.
Auch der Vorsitzende des Elternbeirats, Joachim Herold, und Hausens Bürgermeister Gerd Zimmer (SPD) zeigten sich beeindruckt und dankten den Darstellern und ihrer Regisseurin sowie den vielen Helfern. Hervorzuheben ist auch das tolle Bühnenbild, das unter der Regie von Klaus Welker gestaltet worden war.
red