Einstimmig hat sich der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend für den gemeinsamen IT-Server "Kunstadt" mit der Gemeinde Altenkunstadt ausgesprochen. Siegbert Reuther vom Ingenieurbüro "Reuther NetConsulting" aus Bad Staffelstein stellte dem Gremium die entsprechende Machbarkeitsstudie mit Blick auf Technik, Wirtschaftlichkeit, Organisation und Datenschutz vor. Ziel ist, im Frühjahr 2017 einen gemeinsamen Netzwerkrechner zur Informations- und Datenverarbeitung zu nutzen.
"Die Datenhaltung bleibt aber für beide Kommunen komplett getrennt, Zugriffsrechte können genau zugeordnet werden", erläuterte der Diplomingenieur. "Das Vorhaben ist technisch mit Standard-IT umsetzbar." Das bedeutet, es muss nichts Neues ausprobiert werden, es kann auf ausgereifte Technik zurückgegriffen werden. "Eine gute Basis ist auch, dass bei beiden Kommunen sehr große Übereinstimmungen beispielsweise in der Software bestehen", erklärte er weiter.
Allerdings bestehe beim Hardware-Server im Burgkunstadter Rathaus Erneuerungsbedarf. Für sein Konzept - das auf eine gemeinsame Nutzung über fünf Jahren ausgelegt ist - prüfte Siegbert Reuther drei Verbindungs-Möglichkeiten: Glasfaser (Fünfjahreskosten zirka 50 000 Euro), Standleitung (Fünfjahreskosten zirka 170 000 Euro), Richtfunk Punkt-zu-Punkt (Fünfjahreskosten zirka 6000 Euro).


Lichtfunk am wirtschaftlichsten

"Glasfaser ist die Wunschlösung und sollte mittelfristig angestrebt werden. Um mit dem Projekt vorwärts zu kommen, muss aber zunächst mit einer anderen Lösung gearbeitet werden." Eine Funkanbindung - die es beispielsweise in Kulmbach zur Plassenburg hinauf gibt - sei die derzeit wirtschaftlichste Lösung. "Das ist eine Lichtfunkverbindung, wie ein Laserstrahl gebündelt. Funkbelastung besteht nur zwischen den beiden Antennen im Bereich von 0,2 bis einem Watt." Sichtverbindung zwischen beiden Rathäusern bestehe. Und auch wenn eine Antenne auf dem historischen Rathaus nicht ideal sei, die Denkmalschutzbehörde habe eine Zustimmung dafür bereits in Aussicht gestellt.
Die Gesamtkosten (inklusive Energie-, Personal-, Raumkosten, Anschaffung, Installation und Planung) kalkulierte der Diplomingenieur auf insgesamt rund 120 000 Euro. Für die Stadt fallen nach Abzug der Förderung Grobkosten von rund 21 200 Euro an.