Nach einem Platzverweis gegen Ken Kishimoto und einen Sonnefelder hat der ATSV Erlangen den zusätzlichen Platz genutzt und in der Landesliga Nordost einen Kantersieg eingefahren. Der Baiersdorfer SV hat auch im dritten Spiel einen Sieg verpasst, aber Moral bewiesen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Luckner geriet in Selbitz zwei Mal in Rückstand, holte sich aber den zweiten Punkt. Nach einem Sieg und einem Remis musste sich Aufsteiger SpVgg Erlangen zum ersten Mal geschlagen geben.

TSV Sonnefeld -
ATSV Erlangen 0:7
Beide Teams legten ein ordentliches Tempo vor. Speziell die Gäste gingen früh drauf und zwangen Sonnefeld zu langen Bällen. Ken Kishimoto flankte von rechts, doch der Kopfball von Ferdinand List gegen die Laufrichtung des Keepers ging knapp drüber. Besser zielte Michael Kammermeyer auf die Ecke von Kevi Guerra (21.). Auf der anderen Seite hatte Coach Bastian Renk auf Vorarbeit von Tayfun Özdemir die Chance zum Ausgleich.
Dann wurde es turbulent: Kishimoto räumte Emre Özdemir an der Seitenlinie tief in der Hälfte des TSV weg, woraufhin sich unschöne Szenen abspielten. Der Unparteiische hatte Mühe, die Spieler zu trennen, letztlich sahen Kishimoto und Tayfun Özdemir die rote Karte (29.). Der ATSV ließ sich nicht verunsichern, nutzte die durch zwei Spieler weniger entstandenen Freiräume und legte das 0:2 nach: Ahmet Kulabas prallte eine Hereingabe von Guerra so gegen das Bein, dass der Ball ins Tor sprang (35.). Der TSV probierte es auch, war aber offensiv ohne Durchschlagskraft.
Nach der Pause machte Erlangen schnell den Deckel drauf. Stephan Schreiber steckte am Strafraum auf Kulabas durch, der vor dem Sonnefelder Keeper die Nerven behielt (48.). Auch der vierte Treffer war eine Kombination der beiden. Schreiber dribbelte zur Grundlinie, die flache Hereingabe war für Amgan keine Herausforderung (52.). Auf der anderen Seite sendete Simitci nach Eckstoß von Civelek per Kopf ein Lebenszeichen (58.), ehe der vier Minuten zuvor eingewechselte Labeat Ferizi seine Joker-Qualitäten unter Beweis stellte. Nach Doppelpass mit Sebastian Glasner erzielte er das 0:5 (60.).


Guerra sorgt für Schlusspunkt

Dann revanchierte sich Amegan bei Schreiber, der das halbe Dutzend vollmachte (76.). Schließlich belohnte sich auch Guerra noch, der einen Freistoß aus gut 30 Metern als Flanke plante, aber ohne Berührung eines Mit- oder Gegenspielers im Tor unterbrachte (82.). red
ATSV: Kraut - Kishimoto, Kammermeyer, Amegan, Guerra, Marx, Schreiber, Krämer, List (56. Ferizi), Kauf, Kulabas (54. Glasner)
SR: Cornely (Bad Neustadt) / Zus.: 400
SpVgg Erlangen -
SV Friesen 0:1
Knapp, aber verdient gewann der SV Friesen das Duell der Bezirksliga-Meister. Allerdings taten sich die Schützlinge von Armin Eck lange schwer gegen die Heimelf, die wie die Gäste vor allem Mühe hatte, sich gute Szenen in der Offensive zu erspielen. Die ganze Spielzeit hatte der Gast eigentlich ein optisches Übergewicht, nutzte aber seine Gelegenheiten nicht. Die beste war eine Doppelchance von David Daumann, der aber an Schlussmann Lukas Mehlig scheiterte.
Danach war der Erlanger Aufsteiger nah dran an seinem vierten Landesliga-Treffer, aber zweimal scheiterte Adham Abu-Zalam aus aussichtsreicher Position. In der zweiten Hälfte war es das gleiche Bild, richtig gefährlich wurde es selten. Kein Wunder, dass der Siegtreffer der Gäste aus einem schönen Fernschuss von Marcel Lindner resultierte. "Heute hat mir irgendwie das letzte Feuer gefehlt. Wir haben zu viel reagiert und nicht agiert, deswegen war der Sieg der Friesener verdient", sagte Heimtrainer Stefan Steiner nach der Partie. BB
SpVgg: Mehlig, Schubert, Abu-Zalam, Gartmann, Döhler, Exner, Kohl (73. Müller), Winkelmann, Beier, Hinrichs (68. Zollhöfer), Diederichs
SR: Andreas Voll (Kelbachgrund-Kleukheim) / Zuschauer: 150
SpVgg Selbitz -
Baiersdorfer SV 2:2
Nach einem Ballverlust bekam Kaan Gezer den Ball durch die Gasse und überlupfte BSV-Keeper Lukas Drummer (12.). Auf der anderen Seite war der Schlussmann chancenlos, als sich Nuyan Karsak das Leder 20 Meter vor dem Gehäuse zurechtlegte und den Freistoß zum Ausgleich in die Maschen schlenzte (22.). Die Baiersdorfer Drangphase bis zum Seitenwechsel wurde nicht belohnt.
Zehn Minuten nach Wiederanpfiff gelang der SpVgg mit einer Standardsituation die erneute Führung. Die Flanke aus dem Halbfeld köpfte Yannick Schuberth ein. Diesmal benötigten die Gäste noch weniger Zeit, um zurückzuschlagen. Einen berechtigten Handelfmeter verwandelte Timo Noppenberger zum letztlich gerechten Endstand (59.). rup
BSV: Drummer - Schwab, Grabert, Wurm, Zecho, Karsak (65. Pittel), Noppenberger, Kundt (83. Wondra), Zessinger (54. Schütz), Said, Hoffmann
SR: Constantin Scharf (Pressath) / Zus.: 316