Hollfeld — Am Sonntag um 15 Uhr soll es wieder losgehen. Gleich ein Spielkreisderby steht in der Fußball-Landesliga Nordost auf dem Programm, wenn der SSV Kasendorf (11. Platz, 29 Punkte) den ASV Hollfeld (18., 13 Punkte) empfängt. Nach der Hinspielniederlage (1:4) haben die Rot-Schwarzen noch eine Rechnung mit den Taschner-Schützlingen offen. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Kasendorfer die Partie am heutigen Samstag absagen werden.

Fuchs wechselte die Seiten

Besondere Brisanz gewinnt die Partie sicherlich auch dadurch, dass sich ein weiterer Hollfelder Akteur im Winter dem SSV anschloss. Michael Fuchs schnürt seine Schuhe nun für die Mannschaft aus dem Kulmbacher Land, die man mittlerweile praktisch als Filiale des ASV Hollfeld bezeichnen kann. Nicht mit von der Partie sein wird in diesem Nachbarschaftsduell allerdings noch der in Hollfeld wohnende SSV-Torsteher Sebastian Eck, der wegen einer Roten Karte vor der Winterpause noch gesperrt ist.
Bei aller Rivalität sind die Karten zunächst vermeintlich klar verteilt. Die Kasendorfer können jetzt schon mehr oder weniger für die nächste Landesliga-Saison planen, denn bei 29 Punkten braucht es wohl maximal noch drei bis vier Siege in zwölf Spielen, um nicht einmal mehr den Umweg über die Relegation gehen zu müssen. Beim ASV Hollfeld indes muss schon ein kleines Wunder herhalten, um nach dem Abstieg aus der Bayernliga nicht ein weiteres Mal den Schritt nach unten antreten zu müssen.

Schreiber: Rasen wird brennen

Dass das nicht eintreten wird, davon ist Neutrainer Michael Schreiber allerdings ebenso überzeugt wie von einem Sieg seines Teams zum Auftakt: "Wir sind für Sonntag bestens gerüstet und heiß auf die Partie, sodass der Rasen regelrecht brennen wird. Und am Ende werden drei Punkte für uns stehen, da bin ich mir sicher." Die Vorbereitung verlief aber nicht ganz optimal: "Auch wenn ich mit der Einstellung der Jungs zufrieden war, machten es Verletzungen und die Grippewelle nicht ganz einfach, immer ein optimales Trainingsprogramm durchzuziehen", so Schreiber.
Insbesondere die Außenbandrisse von Sven Rosenzweig, Nico Kraus und André Schubert sind dem ASV-Coach ein Dorn im Auge, schmälern aber keinesfalls seine Zuversicht. "Ich habe viel ausprobiert in den Testspielen. Auch wenn nicht alles gelang, so wurden mir doch viele Bausteine geboten, die mich positiv stimmen." hh