Coburg — Fünf Spiele, fünf Siege - die Bilanz des FC Coburg bleibt makellos. Dennoch tat sich die Mannschaft in Ludwigsstadt schwer, ehe der 2:1-Sieg fest stand. Auf Platz zwei findet sich mit elf Punkten der TSV Meeder, der auch die Hürde beim SV Memmelsdorf/O. II mit 2:1 nahm. Seinen zweiten Punkt erkämpfte sich der Aufsteiger TSG Niederfüllbach, da Aßmus noch in letzter Minute zum 2:2 gegen Hirschaid traf. Schon am Freitag unterlag die Spvg Eicha mit 0:4 beim TV Ebern.

Zerfahrene Partie

TSG Niederfüllbach - TSV Hirschaid 2:2 (0:1): In einer zerfahrenen, jederzeit offenen Partie trennten sich beide Teams mit einer letztlich gerechten Punkteteilung. In der hektischen Anfangsphase konnte sich keine Mannschaft entscheidend gegen die sicher stehenden Abwehrreihen in Szene setzen, lediglich Gästestürmer Nicolaus sorgte für Aufregung, als sein Schuss am Fünfmeterraum nach einem Eckball knapp neben das Gehäuse ging (15.). In der Folge trug SR Blay (Mitterteich) mit einer kleinlichen Zweikampf-Auslegung zusätzlich dazu bei, dass kaum Spielfluss aufkam. Den Unmut der Heimfans zog er in der 25. Minute auf sich, als Aßmus unsanft im Gästestrafraum vom Ball getrennt wurde, ein Pfiff jedoch ausblieb. Pech hatte die TSG in der 37. Minute, nachdem Giller nach einem beherzten Alleingang vor TW Gonzalez auftauchte, jedoch aus 15 Metern am Innenpfosten scheiterte. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst forderten die TSG-Anhänger nach einem Foul am durchgebrochenen Schunk vergeblich Strafstoß (43.). Im direkten Gegenangriff gelang dem auffälligsten Gästespieler, Stürmer Nicolaus, das 0:1, als er von einem abgeblockten Schuss von Catalan profitierte, der ihm genau in den Lauf fiel (44.).
Nach dem Seitenwechsel ließen die kompakt verteidigenden Gäste zunächst keine Gefahr mehr aufkommen. Als in der 62. Minute TSG-Verteidiger Joisten noch ein kapitaler Stellungsfehler unterlief und Nicolaus im Alleingang gegen TW Carl keine Probleme hatte, das 0:2 zu erzielen, sahen bereits viele die TSG-Felle davonschwimmen. Die Hausherren zeigten jedoch Moral und kamen im direkten Anschluss durch Pirsch zum 1:2, nachdem dieser von Aßmus gefühlvoll in Szene gesetzt wurde (65.). Fortan warfen die Hausherren alles nach vorne und ließen so viel Raum zum Kontern. Die Gäste hätten in dieser Phase die Entscheidung herbeiführen können, doch beste Chancen, wie die von Catalan allein vor dem Tor (75.), blieben ungenutzt. In der 80. Minute wurde die TSG-Aufholjagd zusätzlich erschwert, als Spielmacher Schunk nach wiederholten Fouls mit Gelb-Rot vom Platz musste. Trotzdem konnten die Hausherren den Abwehrriegel in der allerletzten Minute knacken. C. Fischers gefühlvollen Diagonalball köpfte der nimmermüde Aßmus aus zehn Metern zum viel umjubelten 2:2-Ausgleich in die Maschen (90). babü

Reich reagierte am schnellsten

TSV Ludwigsstadt - FC Coburg 1:2 (1:1): Der FC Coburg begann schwungvoll und erzielte bereits in der 3. Minute das eigentlich vermeidbare 0:1 durch Schiebel. Die Coburger versuchten mit geschickten Passspiel die Heimelf in Verlegenheit zu bringen und erspielten sich die eine oder andere Torchance. Der TSV ließ sich nicht groß beeindrucken und hielt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung dagegen. Ein klasse Kombination der Einheimischen schloss Kühnlenz routiniert zum mittlerweile verdienten 1:1 (35.) ab. Bis zur Pause boten die Ludschter dem Meisterschaftsfavoriten Paroli und waren ein ebenbürtiger Gegner.
Nach Wiederanpfiff erhöhte der FC die Schlagzahl und setzte die Heimelf unter Druck. Nach einen Pfostenknaller per Freistoß aus 40 Metern schaltete Routinier Reich am schnellsten und schob zum 1:2 (50.) ein. Die Gehring-Elf gab sich nicht geschlagen und erspielte sich einige Möglichkeiten. Selbst nach einer gelb-roten Karte in der 75. Minute zeigte der TSV Ludwigsstadt Moral und bemühte sich weiterhin durch enormen Einsatz den Ausgleich zu erzielen. Die spielstarken Gäste ließen nichts mehr zu und brachten die faire Partie im Stile einer Spitzenmannschaft zu Ende. Der TSV war über weite Strecken mit den Vestestädtern gleich auf und hätte sich eine Punkteteilung redlich verdient. Der Schiedsrichter und seine Assistenten zeigten eine hervorragende Leistung. lu

Zwei schnelle TSV-Tore

SV Memmelsdorf/O. II - TSV Meeder 1:2 (1:2): Beim Kirchweih-Spiel in der Schmittenau, hatte der SV Memmelsdorf II den TSV Meeder zu Gast. Auf Grund des guten Saisonstarts der Gäste erwarteten die Memmelsdorfer eine sehr kämpferisch und spielstarke Mannschaft. Jedoch waren es die Hausherren, die Anfangs mehr Anteile der Partie hatten und schon in der 7. Minute durch Sönning einen Warnschuss abfeuerten. Daraufhin hatte Haderlein in der 21. Minute die Führung auf dem Fuß, der durch guter Hereingabe durch Schneider nur die Latte traf. Darauf wurde der TSV Meeder agiler und erhielt in der 23 Minute einen Freißstoß. Den lenkte der Torhüter der Gastgeber gerade noch über die Latte. In der 30. Minute dann die unerwartete Führung der Gäste. Nach Absprache-Fehler zweier Spieler des SV Memmelsdorf schnappte sich der Angreifer der Gäste den Ball, zog zum Tor und wurde unglücklicher Weise durch ein Foulspiel im Strafraum gestoppt. Den folgenden Elfmeter verwandelte Seemann sicher zum 0:1. Noch nicht richtig erholt vom den Schock war die Hintermannschaft des SV Memmelsdorf schlecht gestaffelt und durch einen in die Gasse gespielten Ball konnte Knoch alleine vor dem Towart mit einem Heber das 0:2 erzielen. Jedoch gab die Heimelf nicht auf, was sich schon in den letzten Partien zeigte und erzielte in der 40. Minute den Anschlusstreffer durch Böhm, der nach toller Flanke von Schneider mit dem Kopf ein nicken konnte.
Nach Wiederanpfiff der Partie hatte Andreychuck die Möglichkeit (50.), den Ausgleich zu erzielen. Jedoch zischte sein Schuss knapp am Tor vorbei. Danach nahm die Partie an Qualität ab und das Spiel wurde durch viele Foulspiele langsamer. Lediglich in der 76. Minute hatten die Memmelsdorfer noch eine Kopfball-Chance durch Kurtenbach, den aber der Gästekeeper zur Ecke klären konnte. Danach schafften es die Hausherren nicht mehr, den Druck zu erhöhen und den ersehnten Ausgleich zu erzielen. me

Zu spät aufgewacht

SpVgg Ebing - FC Lichtenfels 4:3 (3:0): Im dritten Heimspiel haben die Ebinger gegen eine über weite Strecken schwache Lichtenfelser Mannschaft den ersten Sieg vor eigenem Publikum verbucht. Mit dem 4:3-Erfolg zog das Team von Trainer Heiner Dumpert am FCL in der Tabelle vorbei. Sicher kontrollierte der Gastgeber das Geschehen und führte zur Pause schon mit 3:0. Als Göller (52.) das 4:0 markierte, schien alles auf einen klaren Heimsieg hinzudeuten. Doch nun besann sich der FC Lichtenfels auf seine Qualitäten und wachte auf. Hönninger (80.), Pülz (83.) und erneut Hönninger (86./Handelfmeter) trafen für die Gäste, so dass die letzte Minuten nochmals spannend wurden. Doch es reichte nicht mehr für den Gast zu einem Unentschieden. ct