Hainert — Auf fünf Jahrzehnte glückliches Familienleben können in Hainert bei erfreulicher Gesundheit die Eheleute Arthur und Gunthilde Böhner, eine geborene Schneier, anlässlich ihrer goldenen Hochzeit blicken. Sie feiern ihr Ehejubiläum.
Als jüngster Sohn von sechs Geschwistern des früheren weithin bekannten Kreisobmanns des Bayerischen Bauernverbandes und Kreisrats Josef Böhner, absolvierte Arthur Böhner die Landwirtschaftsschule in Haßfurt, um dann in Giebelstadt die landwirtschaftliche Lehre mit der Abschlussprüfung zu beenden. Seine aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Augsfeld stammende Ehefrau Gunthilde, stets liebevoll Gundi genannt, hatte er schon in der Berufsschule kennen gelernt. Nach fünfjährigem Briefkontakt und gelegentlichen Treffen intensivierte sich beider Zuneigung, so dass sie sich schließlich von dem Hainerter Bürgermeister Gustav Weinig trauen ließen und in das Elternhaus Böhner einzogen.
Innerhalb der folgenden 13 Jahre schenkten sie vier Mädchen und zwei Buben das Leben. Außer dem durch die Herstellung von Rapsöl bekannt gewordenen Sohn Alexander, der westlich des Dorfes einen Aussiedlerhof errichtet hat, leben alle Kinder außerhalb des Haßberge-Kreises.
Im Jahr 1970 übernahm Arthur Böhner den väterlichen landwirtschaftlichen Betrieb, den er dann im Jahr 2000 seinem Sohn Alexander übergab. Er unterstützte den Sohn weiterhin tatkräftig. So versorgte er über 13 Jahre hinweg bis 2014 die noch in seinem Anwesen untergebrachten 40 Milchkühe und stand täglich um 3.30 Uhr auf, um mit dem dreimaligen Melken zu beginnen. Diese Tatkraft und Entschlossenheit zeichnen den 72-Jährigen auch heute noch aus. Beim TV Haßfurt war er als zäher Mittelstreckenläufer bekannt; beim Sportverein Hainert spielte er mit 57 Jahren letztmals in der Ersten Fußballmannschaft. Als Klarinettist und Hornist wirkte er viele Jahren in der Blaskapelle mit und stellte sich auch vor zwei Jahren als Vorstand zur Verfügung, um den Musikverein vor einer Krise zu bewahren.
Die Jubilarin Gundi Böhner ist vielen Haßfurtern als "Eierfrau" gut bekannt, verkauft sie doch schon seit Anfang der 80er Jahre jeden Freitag auf dem Markt Eier und beliefert auch am Nachmittag ihre Kunden direkt. Während sie etliche Jahre im Landfrauentag mitwirkte, besucht sie jetzt noch regelmäßig den Handwerkerhof im nahen Königsberg.
Am heutigen Samstag wird nach einem Dankgottesdienst gegen 18 Uhr die Blaskapelle ihrem Vorstand das gebührende Ständchen bringen und ihm damit Anerkennung und Dank für sein Engagement zollen.
Neben sechs Kindern, 15 Enkeln und zwei Urenkeln sowie den vielen Verwandten und Freunden gratulierten Hiltrud Meisner, Rita Scherbel und Birgit Weber vom Pfarrgemeinderat und Bürgermeister Stefan Paulus mit dem Hainerter Chronisten Leo Maag. Ma