Mittel- und Niederwälder sind vom Menschen geschaffene, lichte Laubwälder und zählen dank der besonderen Form der Bewirtschaftung zu den artenreichsten Lebensräumen Bayerns, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesamtes für Umwelt und der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft.

Früher weit verbreitet, wurden die arbeitsintensiven Bewirtschaftungsformen jedoch vielerorts aufgegeben und sind heute bayernweit fast nur noch in Franken zu finden. Um die verbliebenen Bewirtschafter zu unterstützen, bietet das Umweltministerium bereits seit einigen Jahrzehnten Fördermöglichkeiten. Ergänzt wird dieses Angebot zum Erhalt der seltenen Wälder nun mit einem Projekt am Biodiversitätszentrum Rhön (BioZ) im Bayerischen Landesamt für Umwelt, für das Teilnehmer gesucht werden.

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Forstverwaltung bietet das BioZ Bewirtschaftern im Rahmen des Projekts "Lichte Wälder in Franken" ein umfassendes Leistungspaket. Im Vordergrund steht dabei der fachliche Austausch mit den Bewirtschaftern. Dabei beraten die Spezialisten der Forstverwaltung und die unteren Naturschutzbehörden die Waldbesitzer u.a. zu Fragen der multifunktionalen Waldbewirtschaftung beziehungsweise den Fördermöglichkeiten im Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald).

Das BioZ führt begleitende Forschungsprojekte durch und unterstützt die teilnehmenden Bewirtschafter mit einem wissenschaftlichen Monitoring der vorkommenden Arten in ihren Wäldern.

So soll ihre ökologische Bedeutung fachlich untermauert werden und die aufwendige Bewirtschaftung dieser Lebensräume durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit eine angemessene öffentliche Wertschätzung erhalten. Die Projektergebnisse fließen in die Weiterentwicklung des VNP Wald ein.

Informationen

Waldbewirtschafter können unter biodiversitaetszentrum@lfu.bayern.de Kontakt aufnehmen und sich an den örtlich zuständigen ÄELF und unteren Naturschutzbehörden über das Projekt und die finanziellen Fördermöglichkeiten informieren. red