Die diesjährigen Träger des Kunstpreises Bayern stehen fest. Zu den fünf Künstlern zählt - neben Regina Hellwig-Schmid, Michaela Karl, Carolina Camilla Kreusch und Christa Mayer - auch der Bamberger Arnd Rühlmann im Bereich Theater und Schauspiel.

Rühlmann ist seit 20 Jahren freiberuflich als Schauspieler, Kleinkünstler, Autor, Theaterleiter und Regisseur tätig. In der Jurybegründung heißt es unter anderem: "Rühlmanns ,Nana-Theater' ist ein kleiner Theaterbetrieb, der mit Herzblut geführt wird, und dem mit einer Zwei-, Drei-Leute- oder Solobesetzung erstaunlich große Würfe gelingen. Aktuelle Themen wie Flucht- und Fremdheitserfahrung werden aufgegriffen und zum Teil in Zusammenarbeit mit lokalen Autoren für die Bühne bearbeitet." Mit der Lesereihe "Leichen im Keller" habe Rühlmann in E. T. A. Hoffmanns Bamberg, der Stadt der sogenannten "Schwarzen Romantik", über eine Dekade Klassiker der Welt- und Krimiliteratur auf die Bühne gebracht. Sein eigenes Spiel sei geprägt von der Fähigkeit, seine eigenen Kräfte, seinen Humor und viel reflektierte Selbstbetrachtung einfließen zu lassen. "Kluge Rollenwahl und Inszenierung mit Fingerspitzengefühl für das Abgründige und gesellschaftlich Bedeutende sind seine absoluten Stärken."

Um mögliche Corona-Infektionsgefahren zu vermeiden, findet die Preisverleihung am 12. November ausschließlich in Form eines Live-Streams statt. In einem 90-minütigen digitalen Format (19 bis 20.30 Uhr) erhalten die Preisträger ihre Auszeichnung. Der Link zur Teilnahme lautet bayernwerk-live.de/kulturpreis-bayern.

Der Kulturpreis Bayern wird jährlich verliehen. Ausrichter ist das Bayernwerk. Ausgezeichnet werden fünf Preisträger in der Sparte Kunst. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt einen Sonderpreis. Zudem richtet der Kulturpreis traditionell ein Auge auf die Wissenschaft. In dieser Sparte erhalten jedes Jahr die besten Doktoranden und Absolventen bayerischer Universitäten und Hochschulen den Kulturpreis Bayern. red