Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken erlaubt ab sofort, dass zur Gewährung der Daseinsvorsorge im Zusammenhang mit den Folgen der Ausbreitung des Corona-Virus von Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes abgewichen werden darf, heißt es in einer Mitteilung. Die Gesundheit der einzelnen Arbeitnehmer darf jedoch nicht gefährdet werden.

Auch in Bayern sind in zunehmender Zahl Ansteckungen mit dem Corona-Virus zu verzeichnen. Deshalb sind Maßnahmen zur Eindämmung erforderlich geworden. Umso wichtiger ist es, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs zu jeder Zeit sicherzustellen. Dazu sollen Betriebe vorübergehend Flexibilität bei den Arbeitszeitregeln erhalten. Die Regierung von Unterfranken hat daher eine befristete Allgemeinverfügung erlassen, die Ausnahmen von der täglichen Höchstarbeitszeit, den Ruhepausen und Ruhezeiten sowie der Sonn- und Feiertagsruhe zulässt.

Zur Produktion von existentiellen Gütern und für Dienstleistungen zur Gewährleistung der Daseinsvorsorge, die im Zusammenhang mit den Folgen der Ausbreitung des Corona-Virus anfallen, gelten von 18. März bis einschließlich 30. Juni 2020 befristet folgende Regeln: ? Arbeitnehmer dürfen täglich über acht beziehungsweise zehn Stunden hinaus und an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden. Ruhepausen dürfen verkürzt werden, und zwar auf mindestens 15 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und auf mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt. Soweit erforderlich, darf die Gesamtdauer der Ruhepausen auf Kurzpausen von angemessener Dauer aufgeteilt. Die Ruhezeit darf um bis zu zwei Stunden verkürzt werden. Die wöchentliche Arbeitszeit darf 48 Stunden im Durchschnitt von sechs

Kalendermonaten oder 24 Wochen nicht überschreiten.

Weitere Infos unter www.regierung.unterfranken.bayern.de ruf