Oberoberndorf — Während in den vergangenen Jahren immer die Sonne schien, fand der zehnte Apfelmarkt des Obst- und Gartenbauvereins Oberoberndorf-Kirchschletten-Reuthlos in Oberoberndorf bei strömendem Regen statt. Das hielt die zahlreichen Besucher nicht davon ab, die Ernte des Jahres zu bestaunen, zu beschnuppern und zu naschen, in einer Hand den Regenschirm, in der anderen Apfel-Kräpfla oder Bratwurst. Berge von Kürbissen, leuchtend orange, gelb und grün, aufgereiht nach Größe und Form, empfingen die Gäste. Kisten von bunten Äpfeln, Birnen, Quitten und Nüssen verwöhnten das Auge und lockten zum Kauf. Die Ernte der heimischen Streuobstwiesen war dank des warmen Sommers reich, wegen des fehlenden Regens waren die Früchte zwar kleiner als in den vergangenen Jahren, dafür umso aromatischer.
Ebenso wie der gebrannte Schnaps oder die Liköre, die, aufgestellt in Reih und Glied in durchsichtigen Glasflaschen, bunt etikettiert, heuer an Hochprozentigkeit nichts zu wünschen ließen. In Körben gelagerte Äpfel präsentierten die Sortenvielfalt der heimischen Region, Schilder wiesen auf Namen, Herkunft und Sorten hin. Handwerk und Kunsthandwerk stellten aus, ein Programm für die kleinen Besucher in ihren bunten Gummistiefeln wurde geboten.
Die Blasmusik Mistelfeld spielte auf, als zur Freude der Aussteller und Gäste Staatsministerin Melanie Huml MdL (CSU), Bezirkstagspräsident Günther Denzler (CSU) und MdL Heinrich Rudrof (CSU) erschienen, um dem Höhepunkt des OGV-Marktes beizuwohnen. Beim Fassbier-Anstich durch Zapfendorfs Bürgermeister Volker Dittrich (AfZ) floss Bier geordnet durch den Hahn in die Gläser, während gleichzeitig unter dem Gelächter des Publikums das plätschernde Regenwasser vom Zeltdach in großen Eimern aufgefangen werden musste, um den Gerstensaft nicht zu verwässern und den gereichten saftigen Blechkuchen trocken genießen zu können. Evelyn Bechtle