Als "Hoffnungszeichen in Corona-Zeiten" beschrieb Klassenlehrerin Martina Blumenstock von der Großenseebacher Grundschule den Apfelbaum, den die Kinder der 4 b noch vor den Ferien von den Eltern geschenkt bekommen hatten. Dazu zitierte die Lehrerin auch den Spruch von Martin Luther: "Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen." Als die Schule nach dem Lockdown, dem anschließenden tageweisen Schulbetrieb und den Sommerferien nun wieder regulär öffnete, wurde das obenstehende Zitat im Unterricht besprochen und gemeinsam versucht, der Bedeutung auf den Grund zu gehen. Den Viertklässlern gelang schnell der Transfer zu ihrer eigenen schulischen und privaten veränderten Situation in der Corona-Zeit.

In Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister von Großenseebach, Jürgen Jäkel (MfG), sowie dem Hausmeister der Schule, Herbert Müller, wurde der Apfelbaum auf der Streuobstwiese der Gemeinde eingepflanzt. Mit dieser symbolträchtigen Aktion wird der Start in das neue Schuljahr 2020/21 hoffentlich gut gelingen, wünschte sich der Bürgermeister. Jäkel hatte gleich eine weitere Idee, so könnten auf der Streuobstwiese die jeweiligen Abschlussklassen einen Obstbaum pflanzen, denn eine Baumreihe sei noch frei. Die Idee griff die Klassenlehrerin dankbar auf, und so wird sicher jedes Jahr ein Baum gepflanzt werden. Abschließend lud Martina Blumenstock die Schüler ein, immer mal wieder den Baum zu besuchen, denn in spätestens zwei Jahren sollten die ersten Äpfel geerntet werden können. sae