Der Wunsch, seinen Sterbensweg selbst bestimmen zu können, die Angst, vor einer an maximaler Therapie orientierten Medizin, Misstrauen gegenüber einer Apparatemedizin, in der den Wünschen der Betroffenen wenig Beachtung geschenkt wird, veranlasst viele Menschen, eine Patientenverfügung zu verfassen.

Diese deckt zwar nicht alle erdenklichen Situationen am Lebensende ab, und nicht jede mögliche Situation kann in ihr berücksichtigt werden. Aber sie kann helfen, schon beizeiten die letzten Dinge zu regeln, eigene Autonomieansprüche zu formulieren und festzulegen, teilt der Hospizverein Bad Kissingen mit. Doch oftmals sind die Betroffenen mit der Komplexität der Inhalte, die ihnen in den Formulierungen begegnen, überfordert. Ebenso seien ihnen auch die Motive wenig klar, warum es so wichtig ist, eine Patientenverfügung zu errichten.

Um hier Unterstützung und Hilfe zu geben, gibt es seit Mitte Oktober ein erweitertes Informations- und Gesprächsangebot zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Zwei Hospizbegleiter, Peter Holzheimer und karin Kächele, stehen dafür zur Verfügung.

In der Beratung werden Menschen bei der Selbsterkundung und Entscheidungsfindung unterstützt und begleitet. Dabei werden Wertvorstellungen der Betroffenen - wie: was macht für sie Lebensqualität aus, welche Erfahrungen mit schweren Lebenssituationen haben sie gemacht?- und Aufklären über medizinische Inhalte in der Patientenverfügung, besprochen und sollen so in der Auseinandersetzung mit dem Thema den Betroffenen Klarheit verschaffen, was sie an ihrem Lebensende wollen oder nicht. Das Gesprächs- und Informationsangebot kann von allen Menschen in Anspruch genommen werden und ist kostenlos. Eine Terminabsprache ist nötig über das Hospizbüro: Tel.: 0971/ 785 88 56, E-Mail: hospizverein_badkissingen@t-online.de, oder zu den Bürozeiten: Montag und Mittwoch, 9 bis 11 Uhr, Dienstag und Donnerstag, 14 bis 16 Uhr (Corona-Regeln sind zu beachten). red