von unserem Mitarbeiter Moritz Brückner

Coburg — Freitagmittag, so langsam nimmt der Trubel rund um den Schlossplatz zu. Beim Soundcheck dröhnen die Bässe durch Coburgs Innenstadt. Noch ist der Schlossplatz geöffnet und frei zugänglich. Für viele der angereisten Fans ist das die Gelegenheit, sich schon einmal den Ort des späteren Geschehens anzusehen.
So langsam aber sicher bevölkern die Scorpions-Fans Coburg, und das ist kein Wunder. Es ist das einzige Konzert in Deutschland in diesem Jahr. "Wahnsinn, dass das hier stattfindet", sagt Nicole Laue. Sie ist extra aus Garmisch-Partenkirchen nach Coburg gefahren und steht jetzt mit Christian Rotter auf dem Schlossplatz. Die beiden nutzen die Gelegenheit, sich beim Soundcheck schon einmal einzustimmen. Bis das Konzert beginnt, schauen sich die beiden die Stadt an. Vor 25 Jahren waren sie bereits einmal in Coburg, können dieses Mal aber nicht länger bleiben. "Morgen Nacht fahren wir wieder nach Hause. Aber wir haben ja jetzt noch etwas Zeit, uns die Stadt anzusehen", sagt Laue.
Auch Norbert Prechtel kommt von außerhalb. Er ist eben erst angekommen - aus Bischofsgrün im Fichtelgebirge. Eine Karte hat er noch nicht gekauft, darum kümmere er sich jetzt, erzählt Norbert Prechtel. Denn für ihn stand aus beruflichen Gründen lange Zeit nicht fest, ob er es zum Konzert schafft.
Einen kürzeren Weg dagegen hatten Cornelia Lotz und Stefan Schaller. "Wir sind aus Kronach und jetzt einfach mal auf gut Glück nach Coburg gefahren", sagt Schaller. Und sie haben auch Glück. "Vor fünf Minuten haben wir Karten gekauft. Jetzt fahren wir nochmal kurz nach Hause und kommen heute Abend wieder zum Konzert", sagt er.
Sowohl junge als auch ältere Fans der Scorpions haben ihren Weg nach Coburg gefunden. Am Einlass tauscht man sich bereits über vergangene Konzertbesuche aus, oft war man auf denselben. Und so wird man vielleicht das nächste Mal über das gemeinsame Konzert in Coburg sprechen.