Der Nikolaustag wartete an der Siegmund-Loewe-Schule mit einem besonderen Event auf- dem Vorlesewettbewerb. Sechs Schüler aus den drei 6. Klassen lasen unter den kritischen Ohren der Jury ihren Mitschülern aus den von ihnen gewählten Büchern vor. Celina Bracki-Emmerling, Hannes Feil, Adam Höhler, Anna Müller, Jan Schmitt und Jolina Schurig machten es der Jury wirklich nicht leicht und präsentierten sich in Bestform ihrer Zuhörerschaft. Für die zweite Runde mit dem unbekannten Text hatte Organisator Thomas Hauptmann Martin Musers erstes Kinderbuch "kannawoniwasein" ausgesucht, eine Mischung aus Wolfgang Herrndorffs "Tschick" und Erich Kästners "Emil und die Detektive".

Schülersprecher Pepe Funk aus der Klasse 10B oblag schließlich die Verkündung des Ergebnisses: Jolina Schurig aus der Klasse 6B belegte den dritten Platz, Hannes Feil aus der Klasse 6C folgte auf dem zweiten Platz und strahlende Siegerin wurde Anna Müller aus der Klasse 6A. Alle drei durften sich ein Buchpräsent der Buchhandlung Lesezeichen aussuchen.

Im Anschluss besuchte Martin Muser, der Autor des soeben präsentierten, unbekannten Textes "kannawoniwasein", die Schule, stellte in seiner 100. Lesung seit 2018 in der fünften und sechsten Stunde sein Buch genauer vor und beantwortete die Fragen der Sechstklässler. Der aus Süddeutschland stammende und in Berlin wohnende 54-jährige Autor, der bis vor wenigen Jahren hauptsächlich Drehbücher für Serien wie "Küstenwache", "In aller Freundschaft", "Soko Wismar" oder "Die Spezialisten" geschrieben hatte, beschloss 2012, sich an sein ersten Kinderbuch zu wagen. So entstand das Buch "kannawoniwasein", dessen realer Hintergrund ein Zeitungsbericht über einen Schaffner war, der einen minderjährigen Jungen ohne Fahrschein aus dem Zug geworfen hatte. Hpm