Vor allem für berufstätige Eltern stellt sich immer wieder die Frage: Wohin mit den Kindern während der Schulferien? Durch die Corona-Pandemie hat diese Frage noch einmal eine ganz andere Dimension bekommen. Denn bei vielen Erziehungsberechtigten sind aufgrund der Betretungsverbote von Kindertageseinrichtungen und Schulschließungen die Urlaubstage und Überstunden bereits so gut wie aufgebraucht.

Flächendeckend

Unter Hochdruck haben die Kommunale Jugendarbeit und der Kreisjugendring Haßberge zusammen mit den Städten, Märkten und Gemeinden im Landkreis in den vergangenen Wochen ein flächendeckendes Betreuungsangebot ausgearbeitet, um zumindest teilweise die Betreuungslücken zu füllen, teilte das Landratsamt gestern mit. Die Bedarfsabfrage erfolgte durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus an allen Schulen. Die Umfrageergebnisse für den Landkreis Haßberge sind in der zweiten Juliwoche beim Staatlichen Schulamt Haßberge zusammengelaufen. Insgesamt wurden 307 Bedarfe gemeldet.

Die Bürgermeister informiert

Landrat Wilhelm Schneider unterrichtete die Bürgermeister über die Ergebnisse und bat die Kommunen, den gemeldeten Bedarf mit den derzeit bestehenden Ferienangeboten vor Ort abzugleichen. "Es ist ausgesprochen wichtig, dass auch im Landkreis Haßberge ausreichend Ferienangebote in den Sommerferien zur Verfügung stehen, um Eltern angesichts der aktuellen Ausnahmesituation zu unterstützen", betont Landrat Wilhelm Schneider.

Einige Landkreiskommunen meldeten zurück, dass sie den an das Kultusministerium gemeldeten Bedarf problemlos abdecken können. Nach den Lockerungen haben sie bereits eigenständig mit großem Engagement Lösungen entwickelt, um ihre Ferienprogramme oder Ferienbetreuungen nach der ursprünglichen Absage im Frühjahr nun doch wieder stattfinden lassen zu können. Dabei hatten es die Kommunen leichter, welche über eine hauptamtliche Gemeindejugendarbeit verfügen oder Kooperationen mit verschiedenen Verbänden wie dem Roten Kreuz, der Arbeiterwohlfahrt oder dem Kreisjugendring eingegangen sind. Für Kommunen, die heuer keine Sommerferienangebote in Planung hatten oder diese nicht mehr so einfach reaktivieren konnten, wurden ebenfalls Lösungen gefunden, so das Landratsamt. Beispielsweise durch interkommunale Zusammenarbeit, indem freie Plätze an Kinder aus anderen Gemeinden vergeben wurden.

Kontakt

In Kooperation von Kreisjugendring (KJR) Haßberge, Gleichstellungsstelle des Landratsamtes und Schulamt wurden alle Angebote zusammengestellt und können beim Kreisjugendring Haßberge (Eva Pfeil, Telefonnummer 09521/610158, E-Mail eva.pfeil@kjr-has.de) erfragt werden.

"Wir hatten in unserem Landkreis den großen Vorteil, dass wir auf bereits bestehende Organisationsstrukturen zurückgreifen konnten", betont der Landrat. Sein Dank geht an die Kommunen sowie an die Bürgermeister mit ihren Mitarbeitern vor Ort, den Kreisjugendring und natürlich die ehrenamtlichen Betreuer, ohne die viele der Angebote vor Ort gar nicht existieren würden. red