Kommunale Bauprojekte werden auch in der neuen Amtsperiode Bürgermeister, Gemeinderat und -verwaltung in Pettstadt gut beschäftigen. So wurden in der letzten Gemeinderatssitzung die Baupläne für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses gebilligt und die Sanierung der Grundschule fortgeschrieben.

Für den Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses wurden Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes gebilligt. Der Bauplan war nochmals überarbeitet worden, um für eine später vielleicht erforderliche Aufstockung des entstehenden Flachbaus vorbereitet zu sein.

In mehreren Bauabschnitten soll bis etwa 2027 die Grundschule von Pettstadt saniert werden. Im Wesentlichen geht es um die Wärmedämmung des Schulgebäudes und der Turnhalle. Unter anderem muss aber auch ein kleiner Anbau für einen Garderobenraum errichtet werden. Ferner erklärte Bürgermeister Jochen Hack seinen Räten, dass die Brandmeldeanlage und die Raffstores zu erneuern sind. Die um 1990 eingebaute Heizung benötige zumindest eine neue Steuerung. Die Gesamtkosten werden sich auf über eine Million Euro summieren, so dass der Gemeinderat gehalten ist, von mindestens drei Architekten Angebote für den Planungsauftrag einzuholen. Das wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Neue Arbeitstische

Kurzfristig werden zur Möblierung der Eingangshalle und des Ruheraums der Grundschule einige Anschaffungen für die Wandverkleidung und Einbauschränke getätigt. Für den Werkraum werden fünf neue Arbeitstische für je vier Schüler angeschafft. Zunächst werden Kostenangebote eingeholt.

Zur bevorstehenden Kommunalwahl am 15. März beschloss der Gemeinderat auf Vorschlag des Wahlleiters Michael Schönhofer die Erhöhung des "Erfrischungsgeldes", das an die Wahlhelfer ausgezahlt wird: Künftig wird es in Anpassung an die Gepflogenheiten von Nachbargemeinden 60 statt wie bisher 40 Euro geben. Der Landkreis erstattet eine Pauschale von einem Euro pro Stimmberechtigten, weil gleichzeitig auch die Landrats- und Kreistagswahl stattfindet.

Bei der Gelegenheit wies Schönhofer darauf hin, dass wohl ein weiteres Briefwahllokal erforderlich werde. Und weil außerdem die Kandidaten der Kommunalwahl nicht als Wahlhelfer zugelassen seien, bestehe Personalmangel in der Besetzung der Wahlvorstände. Hilfsbereite Interessenten aus Pettstadt können sich beim Wahlleiter im Rathaus melden.

Steht eigentlich der Investor noch zu dem Vorhaben, zwischen der Fabrik- und der Hauptstraße einen Wohnpark für Senioren und Menschen mit Behinderung zu errichten? Dieser Frage aus der vorangegangenen Sitzung ist Bürgermeister Hack inzwischen nachgegangen und hat erfahren: Der (ausländische) Investor steht noch zu dem Projekt, auch nachdem ihm mitgeteilt werden musste, dass ein komplett neues Verfahren zur Ausweisung des Baugebietes erforderlich wird.

Wie berichtet, war der schon von den übergeordneten Behörden genehmigte Bauleitplan vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof verworfen worden. Geklagt hatte der Angrenzer Ulrich Först, der zuvor mit zwei gegen das Vorhaben gerichteten Bürgerbegehren gescheitert war. Hack geht von einer Verzögerung um mindestens ein weiteres Jahr aus.

Kreisbauhof in der Pflicht

Sebastian Dennerlein (CSU) monierte die abermalige erhebliche Verschmutzung des Kreisverkehrs am Ostrand von Pettstadt durch Transportfahrzeuge eines örtlichen Recycling-Unternehmens am Jahresanfang. Dazu verwies Geschäftsleiter Roland auf die Zuständigkeit des Kreisbauhofes, da es sich bei der Fahrbahn des Verkehrskreisels um eine Kreisstraße handle. Er habe nach Bekanntwerden der Verschmutzung auch sofort den Kreisbauhof eingeschaltet. Gemeinderat Dennerlein verlangte vorbeugende Maßnahmen von dem Unternehmen, zum Beispiel die Bereithaltung einer Kehrmaschine bei so umfangreichen Erdtransporten.

Über das Verfahren zur Errichtung eines Dorfladens berichtete Bürgermeister Hack, dass in der letzten Sitzung des Arbeitskreises eine Reihe von Standorten benannt worden sei, die nun geprüft werden sollen.

Alexander Hummel (CSU-Gemeinderat und -Ortsvorsitzender) schlug mit Blick auf die Kommunalwahl 2026 vor, frühzeitig die Fraktionen des Gemeinderats zu einer Übereinkunft über die Zahl der Listenbewerber einzuladen. Es sei doch offensichtlich mühselig, für die 14 Sitze im Gemeinderat jeweils 28 Kandidaten aufzubieten. Widerspruch dazu erhielt Hummel erst einmal nicht, eher zustimmendes Kopfnicken.