Sie stehen in den Startlöchern und warten darauf, dass es wärmer wird: die Amphibien. Es kann schon jetzt am Wochenende so weit sein, dass Frösche, Molche, Kröten und andere Amphibien zu ihren Laichplätzen starten. Auf die Wanderungen der Tiere weist der Bund Naturschutz hin.
Die ersten einzelnen Erdkröten und Molche machen sich auf den Weg. In den nächsten Tagen sollen die Temperaturen steigen. Mit den ersten warmen Regenfällen werden die Tiere jedoch in großer Zahl ihre Winterquartiere verlassen. Überall in Bayern werden nun Amphibienzäune aufgebaut, um rund 700 000 Amphibien vor dem Straßentod zu retten. Landesweit werden etwa 450 Amphibienzäune angelegt; im Landkreis Haßberge betreut der Bund Naturschutz zehn Zaunstandorte.
Der Bund Naturschutz bittet alle Autofahrer, in den nächsten Wochen mit erhöhter Aufmerksamkeit zu fahren, um Amphibien zu schonen. Gerade im Umfeld von Teichen, in Talauen und besonders an Straßenabschnitten mit Amphibien-Hinweisschildern sind ab der Dämmerung starke Wanderungen von Erdkröten und Fröschen zu erwarten. "Bis Ende April muss man mit den Hochzeitsreisenden auf den Straßen oder mit Menschen, die zu deren Schutz in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind, rechnen", teilte Alexander Hippeli mit, der die nächtlichen Sammelaktionen mit den Betreuern für den Bund Naturschutz organisiert. Der Schutz der Amphibien ist wichtig - die Unversehrtheit der Personen hat aber Priorität, sagt er.


Wer will mithelfen?

Der Bund Naturschutz im Landkreis Haßberge sucht immer wieder Helfer. Hier besonders für das Ebelsbachtal. Vorkenntnisse sind nicht nötig. red