Eineinhalb Jahre nach der Eröffnung bezieht das ambulante OP-Zentrum (AOZ) nun neue Räumlichkeiten am Campus des Rhön-Klinikums. Dafür wurden in den letzten Monaten Bereiche der ehemaligen Herz- und Gefäßklinik kernsaniert und erweitert. Das teilt der Klinikbetreiber in einer Presseerklärung mit. Am AOZ wurden seit der Eröffnung bislang 3500 Patienten behandelt.

Mehr ambulante OPs

Ambulante Eingriffe werden nach Angaben der Klinik beliebter. "Mit den erweiterten Kapazitäten von zwei auf drei Säle können wir der steigenden Nachfrage nach ambulanten Operationen gerecht werden", erklärt Dr. Jörn Weymann, Chefarzt des AOZ dazu in der Mitteilung. Im ambulanten OP-Zentrum werden kleinere und mittlere Operationen durchgeführt, die früher mit einem stationären Krankenhausaufenthalt verbunden waren. Dazu zählen hand-, fuß-, unfall-, neuro-, gefäß-, visceralchirurgische, orthopädische und neuerdings auch kardiologische Eingriffe wie beispielsweise der Herzschrittmacherwechsel.

Laut Rhön-Klinikum bilden "moderne Narkoseverfahren und schonende Operationstechniken" die Grundlage für das AOZ. Ein interdisziplinäres Team nehme die Operation vor: Der Patient wird von einem ihm bekannten Facharzt operiert, die Narkose sowie die Betreuung vor, während und nach der Operation übernimmt das Team des AOZ. "Ambulante Operationen haben zahlreiche Vorteile für den Patienten", schreibt die Klinik. Er werde im professionellen Klinikumfeld operiert und könne bereits kurz nach dem Eingriff in sein vertrautes häuslichen Umfeld zur Genesung entlassen werden. Das Team um Chefarzt Weymann besteht aus drei Fachärzten für Anästhesie sowie 15 Mitarbeitenden im Funktionsdienst, Anästhesie- und OP-Pflege.

Kooperation mit Praxisärzten

"Das AOZ ist ein wichtiger Bestandteil unseres Rhön-Campus-Konzepts, das auf die enge Verzahnung von ambulant und stationär setzt und die Versorgung im ländlichen Raum weiter verbessern möchte", betont Prof. Dr. Bernd Griewing, Vorstand Medizin der Rhön-Klinikum AG laut Mitteilung. Im Ambulanten OP-Zentrum operieren mittlerweile auch externe, niedergelassene Ärzte. Diese profitieren von der medizinischen Infrastruktur am Campus, so Griewing. red