"Selbstverständlich gehen wir auch heute Nachmittag wieder als Außenseiter ins Duell mit dem FC Amberg", wittert VfL-Cheftrainer Oliver Müller im anstehenden Bayernligavergleich mit dem Regionalliga-Absteiger aus der Oberpfalz allerdings trotzdem durchaus ab 14 Uhr wieder eine Chance für sein Team.
Angeführt vom litauischen Nationalspieler Gratas Sirgedas betritt dabei ein Kontrahent den Rasen des Willi-Schillig-Stadions, der vor dieser Runde von zahlreichen Experten als heißer Kandidat auf die Meisterschaft eingestuft wurde, von welcher die Gelbschwarzen inzwischen jedoch aber mit lediglich 23 Zählern auf Tabellenrang zwlkf liegend bereits meilenweit entfernt sind. René Knie und Kevin Hartmann waren es übrigens, die mit ihren Treffern schon im vergangenen Juli für erste Turbulenzen bei der Mannschaft von Headcoach Günter Brandl sorgten. An jenem Dienstag des zurückliegenden Sommers hielt Frohnlachs Schlussmann Mikel Edemodu zusätzlich einen Foulelfmeter, woraufhin der sensationelle 2:1-Auswärtscoup der Blau-Weißen aus dem Coburger Land perfekt war und für die Truppe um Kapitän Kevin Kühnlein eine wahre Achterbahnfahrt begann.
"Im Gegensatz zum finalen Vorrundensieg über den SV Erlenbach sind wir vor Wochenfrist beim Würzburger FV eigentlich gut in die Partie gekommen", unterlagen die Amberger zuletzt vor heimischer Kulisse im prestigeträchtigen Derby gegen die DJK Ammerthal erst jüngst erneut mit 1:3, während sich die Müller-Schützlinge in der unterfränkischen Bezirkshauptstadt die Zähne gleichzeitig am Abwehrbollwerk der dortigen Gastgeber ausbissen.
"Auch wenn die letztwöchige Niederlage wirklich ärgerlich und unnötig war, da wir bei den Zellerauern knapp 70 Minuten in Überzahl agieren konnten, verblasste die reine Enttäuschung über dieses Resultat bei uns allerdings spätestens, als feststand, dass sich Tobias Kühn in jener Partie erneut das Kreuzband gerissen hat", zeigte sich das Verletzungspech bei den in dieser Serie diesbezüglich bereits arg gebeutelten Frohnlachern einmal mehr unerbittlich.
Ohne Fremdeinwirkung war der 27-Jährige zuvor nach etwa einer Stunde Spielzeit im Rasen hängen geblieben. Während dem Defensivakteur dieses Schicksal in den vergangenen zwei Runden sogar schon zweimal im einen Knie ereilte, erwischte es diesmal das andere Knie, wobei der sympathische Lichtenfelser darüber hinaus immer wieder von weiteren schweren Verletzungen zurückgeworfen wurde, so dass für den Unglücksraben seit 2014 lediglich 13 Landes- sowie 13 Bayernligapartien für den VfL zu Buche stehen. "Wir wünschen ihm aus diesem Grund an dieser Stelle jetzt aber natürlich erst einmal erneut vor allem eine gute Genesung sowie viel Kraft für die nächsten Monate und nichtsdestotrotz wiederum eine erfolgreiche Rückkehr auf den grünen Rasen", wäre ein zweiter Dreier im Duell mit dem FC Amberg nach der vergangenen Sommersensation als Herbstüberraschung allerdings vermutlich aktuell die vorerst beste Medizin für den Pechvogel.
Auf die vor Wochenfrist privat verhinderten Daniel Alles und Kevin Hartmann kann Müller bei dieser Mission dagegen genauso zurückgreifen, wie auf die jüngst aus gesundheitlichen Gründen fehlenden Tim Rebhan und Lukas Scheler.