Die Gemeinde Ebersdorf hat mit dem Baugebiet "Am Weinberg" im Ortsteil Frohnlach weitere Möglichkeiten für Bauwillige geschaffen und kann weiter wachsen. Bei der offiziellen Verkehrsfreigabe des vierten Bauabschnitts meinte Bürgermeister Bernd Reisenweber: "Hier ist fast ein eigener Gemeindeteil entstanden."

Zwischen Mai und Dezember letzten Jahres wurden auf einer Fläche von fast 13 500 Quadratmetern 19 weitere Bauplätze geschaffen. Diese sind zwischen 576 und 891 Quadratmeter groß. Das Areal verfügt über einen 16 mal 16 Meter großen Wendehammer und 16 Stellplätze. Somit wird auch dem ruhenden Verkehr Rechnung getragen.

Nur noch ein Grundstück

Neben der fünfeinhalb Meter breiten Straße wurde ein eineinhalb Meter langer Gehweg angelegt. Für die Planung und Bauleitung zeichnet sich das Ingenieurbüro Kittner & Weber verantwortlich. Lob erhielt die Hildburghäuser Baugesellschaft für die ausgeführten Arbeiten. Im vierten Bauabschnitt wurden 213 Meter Regenwasserkanal verlegt. Hinzu kommen 215 Meter für Schmutzwasser und jeweils sechs Schächte. Die Erdarbeiten für die Wasserversorgung erstreckten sich auf 270 Meter. Insgesamt betrugen die Kosten circa 742 000 Euro. Diese gliedern sich in 348 000 Euro Straße, 302 000 Euro Kanal, 44 000 Euro Erdarbeiten und Wasserleitungen sowie 48 000 Euro für Kabel und Sonstiges auf. "Es hat Spaß gemacht", bilanzierte der Bürgermeister und schloss in seinen Dank auch die Verwaltung und die Gemeindewerke mit ein.

Dass dieses Wohnbaugebiet hoch im Kurs steht, zeigt sich am hohen Interesse, denn von den 19 Bauplätzen sind nahezu alle verkauft beziehungsweise reserviert. Aktuell steht wohl nur noch ein Grundstück zur Verfügung. Besonders erfreulich sei, dass es im gesamten Baugebiet "Am Weinberg" eine junge Siedlung mit vielen Kindern gibt, so dass dieses auf jeden Fall ein Gewinn für die Gemeinde sei, sagte der Bürgermeister. Ein fünfter Bauabschnitt sei zwar noch nicht geplant, wäre aber möglich. Wer dennoch in der Gemeinde bauen wolle, habe gute Chancen, denn in Großgarnstadt stünden ebenfalls Flächen zur Verfügung. Außerdem gebe es auch innerorts verschiedene Alternativen. Hier wäre nach Meinung von Bernd Reisenweber eine staatliche Förderung wünschenswert, um auch Anreize zu schaffen. ake