Nur ein halbes Jahr ist es her, dass junge Familien aus der ganzen Region in der Helios Frankenwaldklinik Kronach zu Gast waren, um sich rund um das Thema "Eltern sein und Eltern werden" zu informieren, die vielfältigen Workshops zu besuchen und gemeinsam Spaß zu haben. Einen Nachmittag lang hatten die Klinik und über ein Dutzend externe Partner zum großen Familientag eingeladen und zahlreiche Besucher waren gekommen.

Von Tipps zur Kinderernährung über Fitnessübungen bis hin zur lehrreichen Kinderolympiade reichten die Angebote. Damals wusste noch niemand, dass es das vorerst letzte Veranstaltungshighlight des Jahres 2020 im Kronacher Krankenhaus sein würde. Mit dem Coronavirus war plötzlich Abstand das Gebot der Stunde.

Wehmut bei Spendenübergabe

So war es nun auch kaum verwunderlich, dass etwas Wehmut mit im Raum stand, als Tom Sauer, der Vorsitzende der Humanitären Hilfe Weißenbrunn, die Frankenwaldklinik besuchte, um die gesammelten Spenden des Familientags in Empfang zu nehmen. Aus den Händen von Philipp Löwenstein (Klinikgeschäftsführer), Dr. Gabriel-Aurelian Stoinescu (Chefarzt der Klinik für Gynäkologie & Geburtshilfe), Christine Bauer (Leiterin der gynäkologisch-geburtshilflichen Station 1) und Christine Kiendl (Vertreterin der Klinik-Hebammen) erhielt er den symbolischen Scheck. 500 Euro waren bei der Bewirtung der Gäste zusammengekommen.

Bei der Übergabe unter den wachen Augen des Klinikstorchs betonte Klinikgeschäftsführer Löwenstein, wie wichtig ehrenamtliche Hilfe gerade in diesen Zeiten sei. Er freue sich, dass der Familientag hier eine kleine Unterstützung sein könne. Tom Sauer bedankte sich stellvertretend für alle ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins mit einem Ständchen, wie er auch schon den Familientag im Februar mit der Gitarre eröffnet hatte.

Gerade in jüngster Zeit seien wieder Mitmenschen aus dem Landkreis auf ihn zugekommen mit der Bitte um Überbrückungshilfe, nachdem Corona ihren Alltag auf den Kopf gestellt hatte. Zusammen mit dem ganzen Team der Gynäkologie und Geburtshilfe hoffe er darauf, dass sich die Lage bald wieder normalisiere und die Frankenwaldklinik schon im kommenden Jahre wieder die Familien aus dem gesamten Landkreis im Haus begrüßen könne. red