Wer Fritz Egelseer anschaut, hat das Gefühl, dass die Altersuhr bei ihm stehen geblieben ist. Man sieht ihm seine 90 Jahre nicht an.

Fritz Egelseer wurde im Herzogenauracher Stadtteil Zweifelsheim auf dem elterlichen Bauernhof geboren.

Den Hof übernahm er später von seinem Vater, "er war schon immer in Familienbesitz", sagte der Jubilar an seinem Geburtstag. Er freue sich, dass auch sein Sohn die Tradition fortsetzt.

Fritz Egelseer hat vier Kinder, sieben Enkel und fünf Urenkel. Mit seiner Frau Emma ist er seit 64 Jahre verheiratet.

Auf die Frage, ob es ein Geheimrezept für das hohe Alter gibt, antwortete Fritz Egelseer mit einem klaren Ja: "Jeden Nachmittag einen Malzkaffee und frischen Hefezopf." "Und seine Viecherla", warf seine Tochter Luise ein.

In die Schule ist Fritz Egelseer in Puschendorf gegangen. Den Schulweg musste er zu Fuß mit Holzschuhen meistern - bei Wind und Wetter.

Gelernt hat der Jubilar bei seinem Vater: "Früher gab es noch keine Landschandwirtschaftslehre. Einmal in der Woche musste ich am Sonntag zum Unterricht. Dort lernte ich, wie man zum Beispiel mit der Gabel den schönsten Misthaufen schaufelt."

Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff überbrachte die Glückwünsche der Stadt Herzogenaurach, einen Geschenkekorb und den Heimatkalender. Danach wurden viele Erinnerungen an das Dorfleben in Zweifelsheim geweckt.

Gefeiert wurde am Nachmittag mit der Familie und Freunden mit Kaffee und Kuchen.