Die Kirchengemeinde Mangersreuth verzichtet wegen der angespannten Corona-Lage weiterhin auf Präsenzgottesdienste. Dennoch erarbeiten Pfarrerin Bettina Weber und Pfarrer Jürgen Rix für jeden Sonntag ein meditatives Angebot, das in der Kirche bereitliegt und auf der Homepage der Kirchengemeinde einsehbar ist. Der morgige Sonntag leitet den Reigen von sieben Wochen Passionszeit ein. Am Anfang steht eine der tragischsten Figuren der Passionsgeschichte im Mittelpunkt: Judas, der Jünger, der Jesus "verriet". Doch im Johannesevangelium ist von einer moralischen Verurteilung des Judas nichts zu lesen.

Gut angenommen wird inzwischen der Stationenweg durch die Kirche mit Gedanken zum jeweiligen biblischen Thema. An Stehtischen liegen Texte, Gebete und Bilder aus, die zum Nachdenken über diese emotional hoch aufgeladene Episode einladen. Diese Gedanken sind auch im "Kerng-Düdla" zum Mitnehmen zusammengefasst. Auch für die jüngeren Christen ist die "Kinderkirchenbank" wieder bestückt mit einer Geschichte, die Eltern dazu ermutigt, sich auch einmal auf die Ideen ihrer Söhne und Töchter einzulassen.

Viele Menschen nutzen inzwischen die Gelegenheit zum "Kirchenspaziergang" - auch Familien mit Kindern - als willkommene Abwechslung in der doch recht trüben Corona-Zeit. Unter der Woche ist ebenfalls ein Stationenweg zur Passionszeit aufgebaut, in dem jeweils ein modernes englisches Passionslied im Mittelpunkt steht - natürlich mit deutscher Übersetzung. red